Die Fürther haben sieben Punkte aus den letzten drei Spielen geholt und beim 2:1 in Hannover erneut ein Topteam geärgert. "Die zweite Hälfte war grenzwertig für mein Herz", kommentierte Coach Heiko Vogel wohl wissend, dass nach dem Seitenwechsel den Franken auch das "Spielglück" hold war.
Doch von vorn: Denn das Kleeblatt trat nicht wie in den letzten Wochen mit einer Dreierkette an, sondern stellte sich mit einer Viererkette auf. "Wie die Mannschaft den Matchplan in der ersten Hälfte umgesetzt hat, war so, wie es in meiner Trainerkarriere vorher noch nie dagewesen war", zeigte sich Vogel beeindruckt. "Ich muss meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment machen." Man habe einiges angepasst, erklärte der Trainer und ließ durchblicken, dass sein Team bei der taktischen Ausrichtung mitreden durfte. "Ich habe die Mannschaft mit ins Boot genommen, die dann entscheiden durfte, wie sie sich wohlfühlt."
Allerdings war nach Wiederanpfiff viel Glück dabei. Der Gegentreffer ging gleich doppelt auf die Kappe von Keeper Silas Prüfrock. "Da hat Prüfi einen kleinen Rüffel bekommen, weil wir gesagt haben, wir spielen den ersten Abstoß lang und so lang hat er ihn dann doch nicht gespielt", erklärte Vogel in der Pressekonferenz nach dem Spiel. Obendrein traf Maurice Neubauer in die kurze Ecke, die Prüfrock weit offen ließ.
Prüfrock verrät "Fun Fact"
Dass er dennoch zum Held des Tages taugte, war dem schwachen Elfmeter von Hannovers Enzo Leopold geschuldet, den Prüfrock hielt. Zufall? "Kleiner Fun Fact am Rande: Wir haben am Donnerstag noch Elfmeter geschossen, da waren es auch sechs von sechs gehaltene. Jetzt sind es sieben von sieben", erzählte der Keeper nach dem Spiel von seiner unheimlichen Serie.
"Es waren drei sehr wichtige Punkte für uns. Nicht nur tabellarisch, sondern auch für uns in der Kabine", freute sich Jannik Dehm, der per Traumtor die drei Punkte sicherte. Zur Belohnung gab es einen freien Montag für das Team. Durch den Zwischenspurt der Fürther sieht es in der Tabelle auch wieder freundlicher aus. Auf den Relegationsplatz geklettert, ist es einzig die nach wie vor schlechte Tordifferenz (-19), die einer besseren Platzierung im Weg steht. Seit Dienstag läuft die Vorbereitung auf die kommende Partie gegen die SV Elversberg am Freitagabend (LIVE! ab 18.30 Uhr bei kicker).