Fehlercode: %{errorCode}

Vogel vor Endspiel: "Druck pusht und erdrückt nicht"

kicker

Die Niederlage bei Hertha BSC hat Fürth empfindlich getroffen und ging nicht spurlos an der Mannschaft vorbei. "Das war ein Niederschlag", so Vogel. "Ich habe zu den Jungs gesagt, dass sie trauern dürfen und niedergeschlagen sein, aber ‘ich gebe euch den Sonntag und Montag Zeit und Dienstag wird wieder aufgestanden.‘ Das haben sie auch gemacht."

Aufstehen für das finale Endspiel gegen die Fortuna, wodurch auch noch zwei Relegationsduelle mit Rot-Weiss Essen möglich werden könnten. Selbst der direkte Klassenerhalt ist trotz Fürths sehr schlechter Ausgangsposition bei Schützenhilfe nicht utopisch. So oder muss die SpVgg zwingend das Heimspiel gewinnen. Komme, was wolle.

Dabei darf Vogels Team nicht die Variante "kopflos Attacke" wählen, wie der Coach es nannte. Mit einem Sieg mit drei Toren Unterschied würde Fürth die Fortuna überholen und so in die Bredouille bringen. Fatal wäre es laut dem 50-Jährigen, wenn seine Mannschaft versuchen würde, "das Ergebnis innerhalb der ersten zehn Minuten auf null zu stellen".

Verantwortung für die Mitarbeiter

Zu angriffslustig darf es aufgrund der defensiven Verletzlichkeit des Kleeblatts nicht werden. Gleichwohl ist sich Vogel "bewusst, dass wir mit einem Torerfolg nicht nur Düsseldorf, sondern auch andere Mannschaften unter Druck setzen können". Bielefeld (gegen Hertha BSC) und Braunschweig (bei Schalke 04) sind neben Fürth und Düsseldorf die beiden Teams, die am Sonntag direkt absteigen könnten.

Wie nimmt Vogel sein Team vor dem mutmaßlichen Endspiel wahr? "Mit einer positiven, angespannten Lockerheit." Was wie ein Widerspruch klingt, ist für Vogel der "Qualität" (positiv), aber auch der belastenden Situation, die der Abstieg mit sich bringen würde. Schließlich geht es im gesamten Verein um Arbeitsplätze, auch von Mitarbeitern außerhalb der Spieler- und Trainerkabine.

"Es ist zu erkennen, dass jeder noch eine Schippe draufpackt. Noch wachsamer und fokussierter ist", so der Coach. Eine andere Chance als dieses Endspiel werden seine Jungs erstmal auch nicht bekommen.

Wird es zu viel Druck? In den vergangenen drei Spielen führte die nervliche Anspannung nur zu einem Punkt. Vogel glaubt an seine Mannschaft - und daran, dass "Druck pusht und nicht erdrückt".

Auch Vogel weiß um die Schicksale auf der Geschäftsstelle des Vereins: "Ich gehe mit maximaler Sorgfalt und Respekt dran. Ich möchte mir da nichts vorwerfen lassen, also lege auch ich noch eine Schippe drauf."

"Das Beste für den Verein"

Angesprochen auf die ins Internet gestellte Petition eines Fans, die sportliche Führung des Vereins wegen der anhaltenden Krise freizustellen, reagierte Vogel mit "vollstem Verständis für den Unmut".

"Alles andere als wütende Reaktionen oder Unverständnis, wären nicht angebracht. Ich kann die Unruhe seitens der Fans vollends verstehen. Sie haben das Gleiche im Sinn wie wir alle: das Beste für den Verein."

Der grundlegende Baustein dafür ist kurzfristig ein Heimsieg gegen Düsseldorf am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker). Dann könnte eine in mehreren Facetten katastrophale Saison noch zwei Spiele verlängert oder sogar mit mehr als einem blauen Auge die Liga gehalten werden.