Abwehrbollwerk: Tabellenführer SC Freital hat bisher mit Abstand die wenigsten Gegentore kassiert. Beim 0:1 zum Hinrundenabschluss gegen den RSV Eintracht musste der Freitaler Schlussmann - in diesem Fall Matti Kamenz - erst das achte Mal in dieser Saison in einem Liga-Spiel den Ball aus dem Netz holen. Gute Defensivarbeit wird auch beim RSV Eintracht und dem VFC Plauen (je 14 Gegentore) verrichtet. Die besten Sturmreihen stellen der VfL Halle und der RSV Eintracht: Beide Teams haben schon 32-mal getroffen.
Dreierpacks: Der einzige lupenreine Hattrick der Hinrunde hatte es in sich: Denn Marius Ihbe von der SG Union Sandersdorf brauchte am 13. Spieltag beim 5:0-Heimsieg gegen Bischofswerda für seine Treffer zum 2:0, 3:0 und 4:0 kurz nach der Pause gerade mal sechs Minuten. Drei Tore in einem Spiel waren außerdem Sven Rupprecht von Einheit Rudolstadt am 5. Spieltag beim 3:2 in Sandersdorf und Philipp-Maik Witte von Lok Stendal am 9. Spieltag beim 5:4-Heimsieg gegen Grimma gelungen.
Wenige Nullnummern
Ergebnistrend: Von wegen Heimvorteil: Nach 113 absolvierten Spielen halten sich Heimsiege (43) und Auswärtssiege (42) nahezu die Waage. Dazu kamen 28 Unentschieden. Die häufigsten Resultate lauteten 1:1 und 1:2 (je 12-mal), 2:2 und 2:0 (8-mal), 0:3 (7-mal) sowie 3:1 (6-mal). Insgesamt fielen bislang 368 Tore, was eine Quote von etwa 3,3 Treffern pro Spiel bedeutet. Für die Attraktivität der Liga spricht: Nur in vier Spielen bekamen die Zuschauer kein einziges Tor zu sehen.
Fairnesstabelle: Der FC Einheit Rudolstadt ist in der Hinrunde ohne Rote und Gelb-Rote Karte ausgekommen. Die Thüringer führen gemeinsam mit dem VfL Halle, der mit 26 Verwarnungen die wenigsten Gelben Karten kassierte, die Fairplay-Wertung auf fussball.de an. Ohne Rot und Gelb-Rot blieben auch der SC Freital und der Bischofswerdaer FV, die damit in dieser Kategorie die Plätze 3 und 4 einnehmen. Insgesamt verteilten die Schiedsrichter bisher 21 Platzverweise.
Kantersiege: Budissa Bautzen hatte es am 2. Spieltag beim 7:0 gegen den FC Grimma krachen lassen. Der VfL Halle machte drei Wochen später beim 6:0 gegen den Bischofswerdaer FV das halbe Dutzend voll. Fünf Spiele endeten mit 5:0-Erfolgen, die auswärts dem VfL Halle (in Auerbach) sowie dem SC Freital (in Wernigerode) und daheim Budissa Bautzen (gegen Rudolstadt), Union Sandersdorf (gegen Bischofswerda) und dem RSV Eintracht (gegen Rudolstadt) gelangen.
Nachholspiele: Wegen Unbespielbarkeit der Plätze sind sieben Spiele ausgefallen. Dadurch ergibt sich in der Tabelle ein leicht verzerrtes Bild. Mit dem Fünften VFC Plauen, dem Zehnten VfB Auerbach und dem Vorletzten Lok Stendal hängt ein Trio mit zwei Spielen hinterher. Ohne Ausfälle sind der Dritte Germania Halberstadt und der Vierte VfB Krieschow sowie die auf den Plätzen 12, 13 und 16 stehenden VfB Empor Glauchau, Bischofswerdaer FV und SC Heiligenstadt geblieben.
Derby vor großer Kulisse
Rekordkulisse: Die meisten Fans kamen am 12. Spieltag zum Vogtlandderby zwischen dem VfB Auerbach und dem VFC Plauen: 1906 Zuschauer sahen das 2:2 im Flutlichtspiel. Die 1000-er Marke wurde außerdem beim Duell Absteiger gegen Aufsteiger zwischen dem VFC Plauen und dem VfB Empor Glauchau (0:1) am 2. Spieltag mit 1034 Besuchern geknackt. Auf Platz 3 in dieser Kategorie folgt das Auftaktspiel des SC Heiligenstadt gegen Germania Halberstadt (1:2) mit 992 Zuschauern.
Serientäter: Das Team der Stunde heißt RSV Eintracht. Die Mannschaft aus dem brandenburgischen Stahnsdorf hat sich mit acht Siegen in Folge bis auf zwei Punkte an Spitzenreiter Freital herangepirscht. Der Vorjahresvierte blieb als einzige Mannschaft in der Hinrunde ohne Niederlage in der Meisterschaft und im Landespokal und führt zudem die Heimtabelle an. In sieben Spielen auf dem eigenen Platz wurden 17 Punkte eingefahren.
Torjäger: Mit Jegor Jagupov vom VfL Halle hat der Torschützenkönig der Vorsaison auch in der Hinrunde wieder die meisten Buden gemacht. Mit neun Treffern führt er die Liste vor Andy Hebler vom VfB Krieschow, Joel Marks vom VfL Halle und Usman Taiwo vom FC Einheit Wernigerode (je acht) an. Sieben Tore stehen für Stendals Dreierpacker Witte zu Buche. Dahinter folgen sieben Spieler mit sechs und acht Akteure mit fünf Treffern.
Zuschauermagnet: Der VFC Plauen zieht die meisten Zuschauer an. Zu den Heimspielen des Regionalliga-Absteigers strömten bislang durchschnittlich 690 Besucher ins Vogtlandstadion. Erstaunlich: Hinter dem VfB Auerbach (602) stehen in diesem Klassement mit dem SC Heiligenstadt (494) und Lok Stendal (414) zwei Aufsteiger auf den Plätzen 3 und 4. Mehr als 300 Fans pro Heimspiel wurden außerdem bei Germania Halberstadt (373) und dem SC Freital (351) gezählt.