Die FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ hat mit dem Finalsieg des Chelsea FC gegen Paris Saint-Germain ihren krönenden Abschluss gefunden. Nun richtet sich der Blick der Fußballfans weltweit langsam, aber sicher auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 26™.
Einige junge Spieler konnten mit ihren Klubs einen bleibenden Eindruck hinterlassen und möchten mit ihren Nationalmannschaften nun an diese guten Leistungen anknüpfen. FIFA stellt fünf Spieler vor, die sich bei der Klub-WM in den Vordergrund gespielt haben und nun auch auf internationaler Ebene zu Schlüsselfiguren werden könnten.
Mit gerade mal 18 Jahren schrieb Rodrigo Mora beim 4:4 gegen Al Ahly Geschichte: Durch seinen Treffer wurde er zum jüngsten Torschützen der Klub-WM. Der dribbelstarke offensive Mittelfeldspieler vom FC Porto zeigte beim Turnier eine gute Form und stellte seine Gegenspieler regelmäßig vor große Probleme.
Nachdem er bei Porto alle Jugendmannschaften durchlaufen hatte, schaffte er diese Saison den Durchbruch in den Profikader und schlug direkt ein. Durch starke Auftritte in der Primeira Liga verdiente er sich bereits die Nominierung für die portugiesische Nationalmannschaft, wartet bisher aber noch auf sein Debüt.
Mit einer weiteren guten Saison bei Porto könnte sich der Jungstar nun auch in die Pläne von Portugal-Coach Roberto Martínez spielen. Mora ist besonders gefährlich, wenn er auf engem Raum ins Dribbling gehen kann und verfügt zudem über einen guten Abschluss mit beiden Füßen. Bernardo Silva und Bruno Fernandes werden bei der kommenden Weltmeisterschaft 31 Jahre alt sein und Mora könnte von der Bank für Entlastung sorgen und mit seiner Spritzigkeit zusätzlich Dynamik ins Spiel der Portugiesen bringen.
Nach nur acht Monaten bei Benfica wechselte Marcos Leonardo im September 2024 für satte 40 Millionen Euro zu Al Hilal – und schlug dort sofort ein. In 43 Spielen für den saudischen Topklub erzielte der Brasilianer 29 Treffer und legte vier weitere Tore auf. Für die Seleção wurde er bislang zwar noch nicht nominiert, doch wenn seine starke Form anhält, dürfte auch das nur noch eine Frage der Zeit sein.
Auch bei der Klub-WM unter dem neuen Coach Simone Inzaghi hinterließ Leonardo einen guten Eindruck. Sein Doppelpack inklusive Siegtreffer in der Nachspielzeit gegen Manchester City im Achtelfinale gehörte wohl zu den denkwürdigsten Momenten des Turniers. "Ich bin Mittelstürmer – ich lebe von Toren. Und was gibt es Schöneres, als zwei Tore gegen ein Top-Team wie Manchester City zu erzielen?" schwärmte der 22-Jährige nach dem Abpfiff.
Insgesamt vier Treffer und einen Assist steuerte Leonardo zu Al Hilals Weg bis ins Viertelfinale bei, doch sein Treffer gegen den Fluminense FC reichte am Ende nicht und man musste sich mit 1:2 geschlagen geben. Da sich bei den Brasilianern zuletzt kein Spieler dauerhaft auf der Position des Mittelstürmers festgespielt hat, sollte Leonardo gute Karten für eine Reise zur WM 26 haben.
Kaum ein junger Spieler hat bei der Klub-WM so sehr auf sich aufmerksam gemacht wie João Pedro – und das gerade einmal in zwei Spielen und nach wenigen Trainingseinheiten mit seiner neuen Mannschaft. Die beiden entscheidenden Tore im Halbfinale und der Treffer zum 3:0-Endstand im Finale gegen Paris Saint-Germain sprechen Bände.
Alle drei Tore fallen dabei noch in die Kategorie Traumtor und auch als Spielmacher konnte der 23-Jährige einige schöne Akzente setzen. Mit diesen Auftritten dürfte er sich wie auch Marcos Leonardo ganz klar als neue Nummer 9 für die brasilianische Nationalmannschaft empfohlen haben.
Pedro gab bereits Ende 2023 sein Debüt für die Seleção, kam seitdem aber nur zu zwei weiteren Einsätzen und konnte sich noch nicht etablieren. Sein Schnellstart im Chelsea-Trikot dürfte ihn jetzt wieder in den Vordergrund gerückt haben. Wenn er nächste Saison an die vielversprechenden Leistungen bei der Klub-WM anknüpfen kann, wird Carlo Ancelotti bei der anstehenden Weltmeisterschaft kaum auf ihn verzichten können.
Sein Wechsel zu Real Madrid ist bereits seit einiger Zeit eingetütet, bei der Klub-WM ging es für den Argentinier zuvor aber noch auf Abschiedstour mit seinem Ausbildungsverein River Plate. Wer Franco Mastantuono zusieht, würde wahrscheinlich nie auf die Idee kommen, dass er gerade einmal 17 Jahre alt ist.
Neben einer guten Physis für sein Alter verfügt er nämlich über ein ausgeprägtes Spielverständnis und obendrein einen sehr feinen linken Fuß. Anfang Juni gab er deshalb bereits sein Debüt für die argentinische Nationalmannschaft im Qualifikationsspiel gegen Chile und durfte immerhin sechs Minuten lang mit Messi und Co. auf dem Platz stehen.
Ob er bei der kommenden Weltmeisterschaft eine tragende Rolle für Argentinien spielen kann, hängt auch davon ab, inwieweit er sich in einem hochkarätig besetzten Real-Kader durchsetzen kann. Xabi Alonso hat in der Vergangenheit aber bereits bewiesen, dass er sich nicht scheut, junge Spieler ins kalte Wasser zu werfen – und genau davon könnte Mastantuono profitieren.
Seit Anfang Juni gehört der 21-jährige Gonzalo García offiziell zur ersten Mannschaft von Real Madrid – und bei der Klub-WM hat er sich direkt ins Rampenlicht gespielt. Mit vier Toren und einer Vorlage in sechs Einsätzen zeigte er nicht nur seine Torgefahr, sondern überzeugte auch durch enorme Laufbereitschaft und Einsatz gegen den Ball. Kein Wunder also, dass er sich während des Turniers trotz namhafter Konkurrenz in Xabi Alonsos Startelf festgespielt hat.
Bisher absolvierte der Mittelstürmer aus dem Nachwuchs von Real Madrid nur einige Spiele für die U-18 und U-19 der Spanier. Doch wenn Alonso weiter auf ihn setzt und er kommende Saison da weitermacht, wo er bei der Klub-WM aufgehört hat, dürfte auch ein Anruf von Spaniens Nationalcoach Luis de la Fuente nur noch eine Frage der Zeit sein.
Mikel Oyarzabal überzeugte im Sturmzentrum der Spanier zuletzt mit guten Leistungen, doch mit Blick auf die WM 26 wird es noch andere Optionen brauchen – zumal Álvaro Morata dann 33 Jahre alt sein wird. Wenn García sich bei den Königlichen weiterhin gut entwickelt, sollte er für die Spanier schon bald eine ernstzunehmende Alternative im Sturmzentrum darstellen.