Hinter dem VfL Bochum liegt ein unbefriedigender erster Pflichtspiel-Block der neuen Saison. Vor der Länderspielpause gewann der Bundesliga-Absteiger nur eines seiner vier Zweitliga-Spiele, die erste Pokalrunde überstand der VfL erst in der Verlängerung bei Regionalligist BFC Dynamo. Dem sportlichen Abschneiden entsprechend ist auch die Stimmung an der Castroper Straße keine gute. Mit verständnisvollen Worten meldete sich nun das im Juni neu gewählte Präsidium des Klubs in einem Brief zu Wort.
"Die ersten Wochen haben gezeigt: vor uns liegt viel Arbeit", heißt es darin an die Anhängerschaft gerichtet. "Drei Niederlagen aus vier Ligaspielen sprechen eine deutliche Sprache. Wir wissen, wie sehr euch das enttäuscht und auch verunsichert." Das Präsidium habe deshalb "genau hingeschaut" und "gemeinsam mit den Verantwortlichen intensive Gespräche geführt".
"Jeder packt mit an, jeder trägt zum Erfolg bei"
Unmittelbare personelle Konsequenzen hat man daraus offenbar vorerst nicht abgeleitet. Vielmehr kam der Führungskreis zu dem Schluss, dass Veränderungen "nur im Zusammenspiel aller" funktionieren: "Mannschaft, Trainer, Verantwortliche und Fans. Jeder packt mit an, jeder trägt zum Erfolg bei."
Kürzlich hatte der VfL seinen Aufsichtsrat mit Benedikt Steffen, Oliver Bartkowski und Lars Lammert von sechs auf neun Mitglieder erweitert. Diese Entscheidung im Sinne der Kompetenzstärkung in den Ressorts Organisationsentwicklung, Marketing und Politik soll nun weitere positive Effekte bewirken.
Zudem sorgen die Verpflichtungen der beiden Offensivspieler Michael Obafemi und Farid Alfa-Ruprecht, die am Deadline Day eingetütet werden konnten, für Zuversicht im Präsidium.
"Wir sind bewusst für den VfL in einer schwierigen Phase angetreten und gehen diesen Weg mit Überzeugung", schließt das siebenköpfige Gremium um Präsident und Ex-Profi Andreas Luthe den Brief."Wir wissen, was wir tun, aber auch, dass dieser Weg keine gerade Linie sein wird. Dieser Verein steht für Leidenschaft, Mut und Zusammenhalt. Gemeinsam packen wir es an."