Bis 2030 will Volkswagen rund 50.000 Stellen in Deutschland streichen. Die angekündigten Sparmaßnahmen werden offenbar auch vor dem VfL Wolfsburg nicht haltmachen.
"Wir müssen auch beim VfL Wolfsburg Optimierungen angehen. Das machen wir aktuell schon, und wir werden am Saisonende alles auf den Prüfstand stellen", kündigte Vorstandschef Oliver Blume bei RTL/ntv an. "Ich denke, das ist nur gerecht, so etwas zu tun."
VfL droht erster Abstieg: "Es wird schon knackig"
Welcher Liga der Klub dann angehören wird, ist fraglich. Seit dem vergangenen Bundesliga-Wochenende weisen die Wölfe als Tabellenvorletzter bereits vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz auf. Mit Dieter Hecking ist seit dieser Woche bereits der dritte Trainer in dieser Saison im Amt - er soll den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte noch abwenden. Seit 1997 spielt der VfL ununterbrochen im Oberhaus.
"Wir sind mit dem VfL Wolfsburg in einer kritischen Situation", weiß Blume. In den noch verbleibenden neun Spielen werde man "natürlich nicht aufgeben, aber es wird schon knackig". Trotzdem findet er: "Die Mannschaft ist besser als ihr Tabellenplatz, wir haben viele Spiele auch sehr unglücklich verloren. Wir müssen jetzt positiv denken und werden uns dann zu einem gegebenen Zeitpunkt, wenn wir am Ende der Saison stehen, natürlich überlegen, wie es dort weitergeht. Der VfL Wolfsburg ist ein Volkswagen-Klub und wird das auch in Zukunft bleiben."
Der VfL ist eine 100-prozentige Tochter der Volkswagen AG. Am Dienstag hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass sein Gewinn im vergangenen Jahr um fast die Hälfte eingebrochen sei. Nach Steuern betrug das Konzernergebnis 2025 6,9 Milliarden Euro und damit rund 44 Prozent weniger als im Vorjahr.
Am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) ist der VfL beim Hecking-Debüt bei der TSG Hoffenheim gefordert. Aus den bisherigen acht Rückrundenspielen waren unter Vorgänger Daniel Bauer nur zwei Punkte herausgesprungen.