Fehlercode: %{errorCode}

Wagner droht eine Sperre

kicker

Die Beobachter der Partie zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Augsburg am Samstag waren sich einig: Der pingelige Schiedsrichter Timo Gerach zückte arg schnell die Gelbe Karte für den meckernden Sandro Wagner an der Seitenlinie. Eine Tatsachenentscheidung, an der Wagner nach dem alten Motto "Ist der Ruf erst ruiniert ..." nicht ganz unschuldig ist. Bei den Referees scheint der emotionale Coach bereits jetzt, nach sieben Spieltagen, unter strenger Beobachtung zu stehen.

Dabei hatte sich der 37-Jährige vor der Saison explizit vorgenommen, ohne Verwarnung durch die 34 Spieltage zu kommen. Dieses Vorhaben darf als grandios gescheitert betrachtet werden, seit dem 1. Spieltag übrigens schon, als Augsburgs Trainer beim 3:1-Sieg in Freiburg erstmals verwarnt wurde. Die zweite Gelbe Karte holte er sich am 3. Spieltag beim 1:2 auf St. Pauli, nach drei Spielen Pause nun die dritte.

Bundesliga-Trainer müssen nach vier Gelben Karten einmal gesperrt zuschauen, Wagner droht also schon bald eine Zwangspause. Oder übersteht er die weiteren 27 Spieltage ohne weitere Verwarnung? Das wäre nach den Eindrücken der ersten Saisonwochen eine bemerkenswerte Leistung. Wenn nicht, gilt für ihn Innenraumverbot bei einer Partie.

Mögliche Vertreter: Szabics nicht mehr da

Wer Wagner im Fall der Fälle vertreten würde, ist noch nicht ausgemacht, klarer Favorit wäre von den Assistenten aber wohl Thomas Kasparetti, der seit Montag 42-Jährige arbeitete mit Wagner bereits bei der SpVgg Unterhaching zusammen. Sven Palinkasch wäre ebenfalls eine Möglichkeit, auch ihn brachte Wagner mit seiner Verpflichtung neu ins Augsburger Trainerteam.

Das schrumpfte zum Ende der vergangenen Woche mit dem Abschied von Imre Szabics. Auch der Ex-Profi wäre eine mögliche Lösung im Falle einer Wagner-Sperre gewesen, doch er folgte Ex-Coach Jess Thorup, der bei Ägyptens Topklub Al-Ahly unterschrieben hat und damit auch runter von der FCA-Payroll ist. Gleiches gilt für Szabics, dessen Stelle nicht etwa extern neu besetzt, sondern intern übernommen werden soll.

Spannend bleibt die Beziehung zwischen Wagner und den Schiedsrichtern allemal, dem Coach darf dabei ein Lern- und Entwicklungsprozess zugestanden werden. Am kommenden Samstag trifft seine Mannschaft daheim auf den Tabellenzweiten RB Leipzig. Mit oder ohne Verwarnung des Trainers?