Ein Bericht der Bild zu Wochenbeginn deckt sich mit kicker-Informationen: Der FC Bayern ist höchst interessiert, den Sportpark Unterhaching zu kaufen, um dort vor allem eine geeignete Spielstätte für die Frauen-Mannschaft zu haben. Das Stadion am Campus mit einem Fassungsvermögen von 2500 Zuschauern ist dafür mittlerweile zu klein, die Allianz-Arena zu groß.
Offiziell hält sich der FC Bayern in der Causa bedeckt, ebenso die SpVgg Unterhaching, für die sich jedoch ohnehin nichts ändern würde. Sie würde ihre Partien - aktuell in der Regionalliga Bayern - auch weiter im Sportpark austragen, Verpächter wäre dann nur der FC Bayern statt der Gemeinde Unterhaching, was den Verantwortlichen bei der SpVgg dem Vernehmen nach nicht unrecht wäre.
Kurios bis brisant: Beim FC Bayern gab es beim Blick nach Lösungen - die Stadt München hat einem Ausbau des Stadions am Campus einen Riegel vorgeschoben - sogar ein kurzes, aber nicht weiter verfolgtes Gedankenspiel um das Stadion an der Grünwalder Straße. Dort trägt bekanntlich Erzrivale 1860 München seine Heimspiele aus. Man stelle sich den Aufschrei unter den Löwen-Anhängern vor, die altehrwürdige, renovierungsbedürftige Arena wäre in den Besitz der Bayern übergegangen.
Ein Schnäppchen und Erinnerungen an 2000
Nur ein Gedankenspiel, der Sportpark Unterhaching ist die wesentlich bessere Lösung, weil er in viel besserem Zustand ist. Theoretisch könnte dort auch irgendwann die 2. Mannschaft des FC Bayern spielen, spätestens dann, würde sie den Aufstieg in die 3. Liga schaffen. Aktuell spielt das Team an der maroden Grünwalder Straße.
Der Kaufpreis für das Stadion soll 7,56 Millionen Euro betragen, wurde von einem Gutachter einst festgelegt. Ein Schnäppchen für den Rekordmeister, zum Beispiel ein Viertel des Kaufpreises für Sacha Boey. Perfekt ist der Deal nach kicker-Informationen nicht, es gibt einige Details zu klären. Die Chancen stünden aber gut, dass es klappt.
Auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern am Sonntag steht das Thema nicht auf der Tagesordnung. Gut möglich, dass es bei der traditionellen Fragerunde für Mitglieder am Ende aber zur Sprache kommt. Widerspruch ist freilich nicht zu erwarten, dafür ist das Verhältnis zwischen den Klubs zu gut. Und schließlich half die SpVgg im Jahr 2000 mit einem Sieg gegen Bayer Leverkusen entscheidend mit, dass die Bayern doch noch Deutscher Meister wurden ...