Am letzten Spieltag der ersten Ligaphase der Women's Champions League dürften einige Fans und Verantwortliche den Rechenschieber in der Hand gehalten haben. Denn bis zum Tabellenzehnten Paris FC hatten noch alle Vereine Chancen, auf den direkten Viertelfinal-Einzug - darunter auch die beiden deutschen Vertreter Bayern und Wolfsburg.
Die Bundesligisten waren auf Schützenhilfe angewiesen und bekamen sie auch. So verlor der Tabellenvierte Juventus gegen Manchester United (0:1) und der Fünfte Real ließ Punkte in Enschede (1:1) liegen. Während die Münchnerinnen die Patzer der Konkurrenten durch ein 3:0 gegen Valerenga nutzten und als Vierter den direkten Einzug ins Viertelfinale feierten, unterlagen die Wölfinnen trotz einer Führung gegen Chelsea (1:2). Daher müssen sie im Februar in den Play-offs ran.
Auf wen sie treffen, entscheidet sich am Donnerstag bei der Auslosung (ab 13 Uhr): Entweder der VfL duelliert sich in der Runde der letzten 16 mit Juventus Turin oder Real Madrid - gegen die Blancos hatten die Niedersächsinnen erst vor acht Tagen verloren (0:2). Sollte Wolfsburg den Sprung ins Viertelfinale schaffen, droht dort ein Hammerlos: Mögliche Gegner sind der FC Barcelona und OL Lyonnes, beide noch ungeschlagen (jeweils fünf Siege und ein Remis).
Bayern kann erst im Halbfinale auf Barca oder Lyon treffen
Für den FC Bayern kommen mehr mögliche Viertelfinal-Gegner infrage. Der FCB bestreitet seine Partien (Ende März und Anfang April) gegen ein Team aus einem Quartett um Titelverteidiger Arsenal. Neben den Gunners sind auch Manchester United, Atletico Madrid und Oud-Heverlee Leuven in diesem Pfad. Als gesetztes Team haben die Münchnerinnen das Heimrecht im Rückspiel. Wolfsburg muss also in den kommenden beiden K.-o.-Runden im Rückspiel immer auswärts ran.
Erstmals aufeinandertreffen könnten die beiden deutschen Kontrahenten im Halbfinale. Dort könnte auf Bayern auch Lyon und Barcelona warten. Der einzige Klub, dem der FCB erst im Finale begegnen würde, wäre Chelsea.