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Wie für Titz gemacht: Noll tritt das Zieler-Erbe in Hannover an

kicker

Mit großer Überraschung und Verwunderung hatten die Fans von Hannover 96 den Abgang von Stammtorhüter Ron-Robert Zieler zu dessen Jugend- und Ausbildungsverein 1. FC Köln hinnehmen müssen. Der Hauptgrund: Zweifel daran, dass sich der Routinier auch unter dem neuen 96-Coach Christian Titz noch Stammtorhüter nennen dürfte.

So traf Zieler für sich schließlich die Entscheidung, dem "großen Umbruch" der Niedersachsen nicht im Wege stehen zu wollen. Genau diesen setzt der Zweitligist im Rahmen der Verpflichtung von Nahuel Noll, der seinen bis 2027 laufenden Vertrag bei Stammklub TSG Hoffenheim zuvor "langfristig" verlängert hat, nun fort.

Mann sieht "alle Fähigkeiten, die erforderlich sind"

Der 22-Jährige gilt als modern mitspielender Torhüter und scheint damit wie maßgeschneidert für Titz' offensiven Spielstil zu sein, in dem auch ein passstarker Schlussmann von großer Bedeutung ist. Zumindest bis zum kommenden Sommer, wenn die Leihe endet, soll Noll diese Attribute in das Hannoveraner Spiel einbringen.

"Ich kenne Nahuel bereits aus meiner Zeit in Hoffenheim, als er in der U 19 gespielt hat", wird 96-Geschäftsführer Marcus Mann zitiert: "Schon damals war er sowohl sportlich als auch in seiner Persönlichkeitsentwicklung extrem weit. Seinen Weg ist er auch seither sehr konsequent gegangen. Inzwischen hat er trotz seines jungen Alters schon dreieinhalb Jahre im Herrenbereich als Stammspieler absolviert, zuletzt die Zweitligasaison mit Fürth."

Mann sieht bei Noll "alle Fähigkeiten, die auf seiner Position erforderlich sind". Und freut sich über den Zuschlag vom TSG-Keeper: "Dass er bei mehreren Klubs auf dem Zettel stand, ist ja kein Geheimnis. Wir freuen uns, dass wir ihn von dem Weg mit uns überzeugen konnten, nachdem durch den Wechsel von Ron auf der Torhüterposition Bedarf entstanden war."

Ersatztorwart bei der U-21-EM

Die abgelaufene Spielzeit verbrachte Noll, der sowohl in Hoffenheim als auch zuvor bei 1860 München ausgebildet worden war, ebenfalls auf Leihbasis bei der SpVgg Greuther Fürth. Für das Kleeblatt absolvierte er dabei 29 Zweitligapartien (kicker-Note 3,28).

"Ich freue mich sehr über den Wechsel zu 96, weil es definitiv ein großer Schritt in meiner Karriere ist", so Noll: "Ich bin extrem ehrgeizig - sowohl in Bezug auf den Teamerfolg als auch auf meine eigene Leistungsentwicklung. Was mir Maxi Beier, Bright Arrey-Mbi und natürlich Nicolo Tresoldi über 96 erzählt haben, war total positiv und hat mich schon echt gecatcht. Sie alle sind als junge Spiele hier herausragend gut begleitet worden und konnten ihren Weg gehen."

Nach dem Saisonende im Unterhaus stand für den 1,90 Meter großen Torwart bis vor Kurzem auch noch die U-21-EM auf dem Programm, bei der er für die deutsche Auswahl als Ersatzkeeper allerdings nicht zum Einsatz kam. Auf Vereinsebene wiederum darf sich Noll ab sofort berechtigte Hoffnung auf Spielzeit machen.