Vor knapp zwei Wochen begann die FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ mit 32 Teams, die alle vom ganz großen Wurf träumen. Nach 48 Spielen, 144 Toren und 13 ereignisreichen Tagen sind nur noch 16 Mannschaften im Rennen um die begehrte Trophäe.
Und dabei könnte es jetzt richtig emotional werden: Einige der größten Namen des Weltfußballs stehen vor möglichen Wiedersehen mit alten Weggefährten oder Rivalen – die Bühne ist bereitet für packende Duelle, die dem Turnier noch mehr Würze verleihen könnten.
Hier gibt’s den Überblick über die spannendsten potenziellen Revanchen und Geschichten.
Das vielleicht größte Wiedersehen im Achtelfinale steigt zwischen Lionel Messi und Paris Saint-Germain. 2021 hatte der Superstar aus Rosario mit seinem Wechsel von Barça nach Paris die Fußballwelt erschüttert und absolvierte für die Franzosen 75 Partien, ehe er 2023 zu Inter Miami CF weiterzog. Nun steht das erste Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Klub bevor. Und es könnte nicht das letzte bleiben: In einem möglichen Halbfinale würde Messi zum 48. Mal auf seinen Dauerrivalen Real Madrid C.F. treffen. Im Endspiel könnte es zum Duell mit Ex-Coach Pep Guardiola kommen.
Auch Enzo Fernández wird alten Bekannten gegenüberstehen: Wenn Chelsea auf SL Benfica trifft, begegnet der argentinische Mittelfeldstratege seinem ehemaligen Klub. 2022 heuerte er bei den Adlern an, krönte sich später in Katar zum Weltmeister und wurde als bester junger Spieler des Turniers ausgezeichnet – der Wegbereiter für seinen Rekordwechsel auf die Insel. Im Halbfinale könnte es für die Blues zum rein englischen Duell gegen Manchester City kommen, unter anderem mit Ex-Chelsea-Talent Cole Palmer. Benfica-Star Ángel Di María könnte es auf dem Weg ins Endspiel mit Real Madrid, Juventus oder PSG aufnehmen. Und Trainer Bruno Lage träfe im Viertelfinale womöglich auf seinen früheren Arbeitgeber Botafogo.
Für Thiago Silva geht es direkt im Achtelfinale gegen einen alten Rivalen: Mit Fluminense bekommt es der Routinier mit dem FC Internazionale Milano zu tun – pikant, wenn man bedenkt, dass Silva von 2009 bis 2012 für den Stadtrivalen AC Mailand auflief. Im weiteren Turnierverlauf könnte er außerdem auf seine Ex-Klubs Chelsea und PSG treffen.
João Cancelo musste fast schon mit einem Duell gegen ein Ex-Team rechnen – schließlich stand der Mann von Al Hilal bereits bei sechs aktuellen Teilnehmern unter Vertrag, mehr als jeder andere. Nun trifft er mit den Saudis im Achtelfinale auf Manchester City. Ein Sieg würde ein mögliches Viertelfinale gegen Inter bedeuten – das wäre auch für Coach Simone Inzaghi ein schnelles Wiedersehen. Im Halbfinale könnte Benfica warten. Bayern München und Juventus wären erst im Endspiel mögliche Gegner.
Sollte City weiterkommen, könnte Mateo Kovačić im Viertelfinale auf Inter treffen, im weiteren Verlauf warten auch Chelsea oder Real Madrid als potenzielle Gegner. Im Halbfinale wäre ein Wiedersehen mit Benfica drin – dann würde City-Trio Rúben Dias, Ederson und Bernardo Silva auf den Ex-Klub treffen. Auch die früheren Dortmunder Manuel Akanji, Ilkay Gündoğan und Erling Haaland könnten im Finale auf den BVB stoßen.
An der Seitenlinie könnte Guardiola im Endspiel auf den FC Bayern treffen – mit dem er zwischen 2013 und 2016 sieben Titel holte. Das würde auch ein besonderes Duell für Vincent Kompany bedeuten, der über 350 Mal für City spielte und nun Bayerns Trainerbank übernommen hat.
Ein schnelles Wiedersehen gibt es auch für Dean Huijsen: Der Real-Verteidiger trifft im Achtelfinale auf Juventus – weniger als ein Jahr nach seinem Abschied aus Turin. Im Viertelfinale könnte Real dann Borussia Dortmund fordern – die Neuauflage des Champions-League-Endspiels von 2024. Dabei würde Jude Bellingham nicht nur gegen seinen Ex-Verein, sondern auch gegen seinen jüngeren Bruder Jobe spielen – das erste direkte Duell der Brüder auf großer Bühne. Für Thibaut Courtois und Antonio Rüdiger ist ein Endspiel gegen Chelsea denkbar.
Kylian Mbappé wartet nach seiner krankheitsbedingten Pause noch auf seinen ersten Einsatz bei diesen Finals – ein mögliches Endspiel gegen PSG am 13. Juli dürfte für zusätzlichen Anreiz sorgen. Und auch Coach Xabi Alonso könnte es emotional werden: Der Real-Coach beendete seine aktive Laufbahn einst beim FC Bayern, einer der möglichen Halbfinalgegner.
PSG-Verteidiger Achraf Hakimi hat – ähnlich wie Cancelo – bereits bei mehreren Topklubs seine Spuren hinterlassen. Ausgebildet bei Real Madrid, zwei Jahre auf Leihbasis in Dortmund, anschließend bei Inter – alles Teams, die ihm hier im Turnier noch begegnen könnten.
Sein Trainer Luis Enrique hat ebenfalls eine Vergangenheit bei den Königlichen, spielte in den 90ern für Real und coachte später den FC Barcelona. Unter ihm holten damals Messi, Jordi Alba, Sergio Busquets und Javier Mascherano das Triple für Barça.
Auch CF Monterrey bringt reichlich Brisanz mit: Sergio Ramos spielt bislang ein starkes Turnier und könnte im Viertelfinale auf Real treffen, für die er über 650 Spiele absolvierte. Auch PSG könnte ihm später noch über den Weg laufen. Trainer Domenec Torrent – jahrelang Assistent von Guardiola bei Barcelona, Bayern und City – könnte seinen früheren Chef allerdings erst im Finale herausfordern.