Wenn der Chelsea FC am Freitag im Lincoln Financial Field gegen SE Palmeiras um den Einzug ins Halbfinale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ kämpft, wird unter den Tausenden Fans auch ein bekanntes Gesicht sein: Chelsea-Ikone Willian.
Der brasilianische Flügelspieler mag einst Teil der Seleção gewesen sein, doch Sympathien für Palmeiras? Fehlanzeige. Kein Wunder: Seine Profi-Karriere begann einst bei Corinthians, dem Erzrivalen der Alviverde.
"Ich denke, Chelsea wird sich am Ende durchsetzen", so der 36-Jährige selbstbewusst im Gespräch mit der FIFA.
Willians längstes und wohl prägendstes Kapitel als Spieler schrieb er in West-London. In sieben Jahren bei den Blues kam er auf 339 Einsätze, erzielte 63 Tore und gewann fünf Titel – darunter zweimal die Premier League (2014/15 und 2016/17) sowie die Europa League 2018/19.
Als jemand, der beide Klubs kennt und 2022 in seinem letzten Engagement bei Corinthians noch gegen Palmeiras spielte – bereits unter Trainer Abel Ferreira –, hat Willian eine klare Meinung zur Partie am Freitag: Ein echter Kracher steht bevor. Und seine Sympathien sind eindeutig verteilt.
FIFA: Bei einer Klub-Weltmeisterschaft voller Überraschungen – kann man da überhaupt noch von Favoriten sprechen?
Willian: Ich denke, es wird ein hart umkämpftes Spiel. Je nachdem, wie das Spiel verläuft, etwa wenn ein frühes Tor fällt, könnte es für Chelsea einfacher werden, so wie es bei Bayern gegen Flamengo der Fall war. Es wird kein leichtes Spiel, aber ich glaube trotzdem, dass sich Chelsea am Ende durchsetzen wird.
Was für ein Spiel erwarten Sie?
Wir haben bei dieser Klub-WM schon so viele Überraschungen erlebt. Ein aktuelles Beispiel ist Al Hilal, das so kompakt gegen Manchester City verteidigt hat. Ich kann mir vorstellen, dass Chelsea mehr vom Ball haben wird und Palmeiras auf Konter spielt.
Chelsea hat in den letzten Jahren einen kompletten Umbruch erlebt. Haben Sie noch Kontakt zu jemandem im Klub?
Der Klub hat sich in den letzten fünf Jahren komplett verändert. Seit meinem Weggang wurde alles umgekrempelt – sogar die Ärzte und Physiotherapeuten. So einen radikalen Wandel sieht man selten. Was die aktuellen Spieler betrifft: Ich habe nur mit Reece James zusammengespielt, mit dem ich hin und wieder noch in Kontakt stehe. Trevoh Chalobah hat damals manchmal mit uns trainiert und war bei Spielen dabei.
Wie sieht es mit den Führungsspielern aus Ihrer Zeit aus? Reden Sie noch viel über Chelsea?
Ich war Teil einiger fantastischer Teams und habe mit John Terry, Petr Čech, Frank Lampard, Didier Drogba und John Obi Mikel zusammengespielt. Mit fast allen bin ich noch in Kontakt. Manchmal sprechen wir darüber, was bei Chelsea passiert. Tief in uns drin sind wir alle immer noch Fans. Auch wenn wir zu einer anderen Ära mit anderen Spielern und Verantwortlichen gehören – Chelsea bleibt Chelsea.
Mit wem aus dem aktuellen Kader hätten Sie gerne zusammengespielt?
Ich mag [Cole] Palmer und Enzo Fernández wirklich sehr. Beides Spieler mit großer Qualität. Dann ist da noch Moisés Caicedo. James würde ich auch nennen, aber mit dem hatte ich ja zum Glück schon die Gelegenheit zu spielen.