Am Freitag hatte es noch geheißen, dass der Transfer von allen Seiten angestrebt werden würde, letzte Vertragsdetails aber noch zu klären waren. Das ist nun geschehen: Nach überstandenem Medizincheck und erfolgter Einigung der Klubs leiht Werder Bremen Jovan Milosevic bis zum Saisonende vom VfB Stuttgart aus. Die Schwaben verlängerten den Vertrag des serbischen Nationalstürmers zuvor noch bis 2029.
"Wir haben den Vertrag mit Jovan verlängert, weil wir sehr zufrieden mit seiner Entwicklung sind. Besonders das vergangene Jahr in Belgrad verlief sehr vielversprechend und hat gezeigt, dass Jovan auf dem richtigen Weg ist", wird VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth in der VfB-Mitteilung zitiert. "In Bremen soll und kann er die nächsten Schritte gehen, wir wünschen ihm dafür alles Gute und werden ihn und seine Leistungen weiterhin aufmerksam beobachten."
Im Januar 2023 kam Milosevic für 1,2 Millionen Euro von Vojvodina Novi Sad zum VfB, konnte sich bei den Schwaben dann aber nicht in den Vordergrund spielen. Es folgte eine eher missglückte Leihe zum FC St. Gallen und zuletzt eine sehr erfolgreiche zu Partizan Belgrad, wo er aufblühte. In 17 Ligaspielen erzielte er zwölf Tore und vier Assists und schaffte den Sprung in die serbische Nationalmannschaft.
"Er passt sehr gut zur Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen"
Sein einjähriger Leihvertrag mit Partizan endete jedoch Silvester und die Bemühungen der Serben, ihn zu halten, blieben erfolglos. Auch weil man beim VfB den Plan verfolgte, dass 20-Jährige den nächsten Karriereschritt machen und sich auf höherem Niveau beweisen soll. In Stuttgart wäre die Konkurrenz im Sturm mit Ermedin Demirovic und dem formstarken Deniz Undav allerdings riesig gewesen.
In Bremen sieht es da schon anders aus. Die Hanseaten hatten in der laufenden Saison immer wieder offensive Defizite offenbart und können nicht mehr auf den von Bayer Leverkusen ausgeliehenen Victor Boniface bauen, der eine Knieverletzung erlitten hat und zum Missverständnis mutierte.
"Wir sind froh, Jovan verpflichtet zu haben. Er ist ein junger, talentierter Stürmer, der bei seiner letzten Leihe bei Partizan Belgrad eine sehr gute Entwicklung genommen hat. Er passt sehr gut in das von uns gesuchte Anforderungsprofil. Wir wollen ihn jetzt so schnell wie möglich in unsere Mannschaft integrieren", erklärt Peter Niemeyer, Leiter Profifußball bei Werder. Trainer Horst Steffen freut sich auf einen "mitspielenden Stürmer mit gutem Torabschluss. Er passt sehr gut zur Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen."
Steffen bekommt nun also eine neue Option, Jovanovic wiederum kann auf Einsatzzeiten in der höchsten deutschen Spielklasse kommen, und der VfB könnte davon profitieren, dass man im Sommer einen in der Bundesliga gestählten Angreifer zurückbekommt. Der Transfer könnte daher eine Win-Win-Situation für alle Parteien werden.