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WM-Aus für Baumgartner: Nun ist die wahre Diagnose bekannt

kicker

Der Schock sitzt auch acht Tage nach der Verletzung von Christoph Baumgartner noch tief. Der 26-jährige Spielmacher der ÖFB-Elf verletzte sich beim Aufwärmen vor dem Tunesien-Testspiel und wird die WM verpassen. Für den Unglücksraben platzte binnen weniger Sekunden ein großer Traum. Nun ist auch klar, warum Baumgartner wohl langfristig pausieren muss und nicht zu einem späteren Zeitpunkt des Turniers einsteigen kann.

Der ÖFB hielt sich bei der Kommunikation der genauen Diagnose bedeckt und sprach zunächst lediglich von einer Muskelverletzung. Tatsächlich ist die Verletzung jedoch deutlich schwerwiegender. Der Kurier scheint nun den wahren Befund zu kennen und berichtet von einem "Riss der Sehne des Rectus femoris an der Vorderseite des Oberschenkels im Bereich des Hüftansatzes" - eine Verletzung, die eine lange Rehabilitation nach sich zieht.

Operation in Finnland

Nach der Schockdiagnose wurde rasch gehandelt. Bereits einen Tag später wurde Baumgartner operiert. Der Eingriff erfolgte nicht in Österreich oder bei seinem Klub RB Leipzig, sondern in der finnischen Stadt Turku. Dort wurde der ÖFB-Teamspieler von Dr. Lasse Lempainen behandelt, einem international renommierten Sportmediziner, der unter anderem mit Spitzenklubs wie dem FC Barcelona, Atletico Madrid, AC Milan und Juventus Turin zusammenarbeitet.

Für Baumgartner bedeutet die Verletzung eine Pause von rund fünf Monaten. Damit verpasst er nicht nur die Weltmeisterschaft, sondern voraussichtlich auch die Nations-League-Spiele im Herbst. Zudem wird der Offensivspieler die Rückkehr von RB Leipzig in die Champions League zunächst nur von der Tribüne aus verfolgen können.

Besonders bitter ist der Ausfall angesichts seiner starken Form. In der abgelaufenen Saison erzielte Baumgartner in 37 Pflichtspielen beachtliche 17 Tore. Sowohl für das österreichische Nationalteam als auch für Leipzig zählt der 26-Jährige zu den wichtigsten Offensivkräften. Sein Ausfall hinterlässt daher eine Lücke, die kurzfristig kaum zu schließen sein dürfte.

Nachnominierung weiter fraglich

Bis dato hat Teamchef Ralf Rangnick von einer Nachnominierung abgesehen. Der Trainingsbetrieb sei "weiterhin bestens gewährleistet", hieß es vom ÖFB in einer Aussendung. Nachnominierungen von Feldspielern sind allerdings noch bis spätestens 24 Stunden vor dem Anpfiff des ersten WM-Spiels einer Mannschaft möglich.

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