Viele Vorgaben gibt es bei der WM-Auslosung eigentlich nicht. Die wichtigste lautet: Nationen aus demselben Verband dürfen in der Gruppenphase nicht aufeinandertreffen - Ausnahme sind nur die 16 UEFA-Teams, die dafür sorgen werden, dass es exakt vier Gruppen mit zwei Teilnehmern aus Europa geben wird.
Doch was heißt das für die sechs WM-Teilnehmer, die erst im März in den Play-offs ermittelt werden und für die es deshalb bei der Auslosung einen Platzhalter geben wird? Vier Play-off-Pfade sind ausschließlich mit europäischen Teams besetzt und deshalb logischerweise der UEFA zugeordnet. Komplizierter wird es bei den anderen beiden.
Diese sind verbandsübergreifend besetzt. Ein WM-Ticket machen Neukaledonien (Verband OFC), Jamaika (Verband CONCACAF) und die DR Kongo (Verband CAF) unter sich aus, eines Bolivien (Verband CONMEBOL), Surinam (CONCACAF) und der Irak (Verband AFC).
Die FIFA hat sich entschieden, diese Pfade jeweils allen beteiligten Verbänden zuzuordnen, das heißt: Play-off-Pfad 1 kann nicht mit Nationen aus Ozeanien (OFC), Nord-/Mittelamerika/Karibik (CONCACAF) und Afrika (CAF) in eine Gruppe gelost werden, Play-off-Pfad 2 nicht mit Nationen aus Südamerika (CONMEBOL), Nord-/Mittelamerika/Karibik (CONCACAF) und Asien (AFC).
Und das sorgt vor allem bei Play-off-Pfad 2 für viele Einschränkungen. Gleich 17 Teams aus den Töpfen 1, 2 und 3 - und damit fast die Hälfte - sind damit als Gruppengegner ausgeschlossen. Es steht sogar bereits fest: Der Platzhalter für Play-off-Pfad 2 muss in einer Gruppe mit zwei europäischen und einem afrikanischen Vertreter landen.
Das wiederum bedeutet: Sobald die ersten beiden Töpfe geleert sind, muss es eine Gruppe mit zwei europäischen Teams oder mit einem europäischen und einem afrikanischen Team geben. Sonst ist keine Auslosung mehr möglich, in der die FIFA-Vorgaben eingehalten werden. Darum ist es nur logisch, dass der Weltverband in Washington D.C. auch eine Software zu Hilfe nimmt. Und wenn Topf 4 an der Reihe ist, muss womöglich gar nicht mehr groß gelost werden.