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"Wut, Enttäuschung, Verärgerung": Erlebt Halle-Coach Schröder am Freitag sein Endspiel?

kicker

Eine Mixtur aus Resignation und Ratlosigkeit war am Sonntag rund um den Halleschen FC zu spüren. Wieder verloren, diesmal 0:1 bei der Reserve von Hertha BSC. Eine Mannschaft, die in dieser Saison gegen Lok Leipzig 2:7 und die Reserve des 1. FC Magdeburg mit 0:6 untergegangen ist. "Wut, Enttäuschung, Verärgerung" empfand Trainer Robert Schröder angesichts des neuerlichen Rückschlags.

Nur einen Sieg hat der HFC aus den vergangenen acht Spielen geholt. Er ist von der Tabellenspitze auf Rang sechs abgestürzt, hat 14 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Leipzig. Die Meisterschaft ist längst außer Reichweite. Mit nur 23 Zählern aus 14 Spielen entfernt sich der vermeintliche Aufstiegsanwärter zudem auch immer weiter vom anvisierten Schnitt von zwei Punkten pro Spiel.

Zumindest der Teil der Anhängerschaft, der sich in den Sozialen Medien bewegt, fordert schon seit Wochen laut Konsequenzen. Sie fordern den Rauswurf von Trainer Schröder und den von Sportchef Daniel Meyer dazu. Der Kaderplaner hatte im Sommer in Abstimmung mit dem Vereinsvorstand einen gewagten Schritt unternommen. Vizemeistertrainer Mark Zimmermann musste gehen, Schröder kam. Der 37-Jährige, zuvor bei Hertha Zehlendorf an der Seitenlinie und im Hauptberuf Lehrer, sollte die Mannschaft spielerisch weiterentwickeln.

Davon ist der HFC im Spätherbst 2025 ganz weit entfernt. Stattdessen hat eine toxische Mischung aus wiederkehrenden Ausfällen, Unterschiedsspieler Fabrice Hartmann etwa fehlte in Berlin mal wieder mit muskulären Problemen, Formlöcher vermeintlicher Führungsspieler, fehlgeschlagenen Matchplänen, Abwehrpatzern und Chancenwucher eine riesige Krise ausgelöst.

"Wir sind auf der Suche

Bislang findet Robert Schröder keinen Weg heraus. "Wir sind auf der Suche nach der richtigen Struktur, nach dem richtigen Personal, wer hat die Leichtigkeit, wer nicht? Wie viel Inhalt geben wir in die Mannschaft? Es ist schwer, ein Maß zu finden", gestand der Trainer nach der Niederlage in Berlin. Er wirkte angefasst vom Negativstrudel, sprach leise. "Dass die Ergebnisse scheiße sind, weiß ich selbst. Heute war die Leistung auch nicht gut."

Vor dem Spiel bei der Hertha-Reserve hatten Sportchef Meyer und Präsident Jürgen Fox dem Trainer noch öffentlich den Rücken gestärkt. In der Hoffnung, dass auf den ordentlichen Auftritt im Spitzenspiel gegen Lok Leipzig (2:4) Siege folgen. Vergeblich, das Spiel in Berlin war ein Rückschritt.

Daher könnte es jetzt doch zu Veränderungen kommen. Dann, wenn der HFC am Freitagabend auch noch das Heimspiel gegen den ebenfalls kriselnden SV Babelsberg verliert. Schröder ist in diesem Fall nicht mehr zu halten. "Die Punkteausbeute der letzten Wochen ist eine Katastrophe, wir sind alle brutal enttäuscht", sagt Meyer offen. Zwar sieht er keinen Riss zwischen Spielern und Trainer, erlebt Schröder als kämpferisch. Aber: "Wir müssen jetzt die Kurve bekommen, müssen punkten. Wir brauchen ein Ergebnis." Bleibt das aus, muss Schröder wirklich gehen, stellt sich nicht nur die Frage nach einem Nachfolger. Dann rückt auch Sportchef Meyer in den Fokus.