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Wück rechnet mit Berger im Finale gegen Spanien - und lobt Johannes

kicker

Ann-Katrin Berger soll in den Nations-League-Finals gegen Spanien in den deutschen Kader zurückkehren. "Es sieht gut aus, sie trainiert schon wieder", sagte Bundestrainer Christian Wück der DPA nach dem 2:2 gegen Frankreich in Caen.

Die 35 Jahre alte Nationaltorhüterin fehlte in den beiden Halbfinals wegen einer Knieverletzung. Sie wurde von Stina Johannes vom VfL Wolfsburg ersetzt, die ein Sonderlob von Wück nach dem wilden Rückspiel gegen die Französinnen erhielt: "Sie hat ihre Chance genutzt. Sie hat auf sehr, sehr hohem Niveau zwei Spiele abgeliefert, die nicht einfach waren - vom Druck her, von der gegnerischen Klasse her."

Wück haderte nach der rasanten Partie allerdings auch mit der riskanten Vorgehensweise seiner Auswahl, als diese 2:1 führte. "Da kommt dann das kleine Kind zutage, wo alle Fußball spielen wollen, wo alle die Atmosphäre genießen wollen", sagte der 52-Jährige. "Auf dem Niveau kann das natürlich auch in die Hose gehen."

Künzer "ohne Bauchschmerzen" gegen Spanien

Bei Berger, zuletzt zweimal "Fußballerin des Jahres", ist offen, ob sie ihre DFB-Karriere über dieses Jahr hinaus fortsetzt. Wück und die gebürtige Schwäbin wollen sich rund um die beiden nächsten Länderspiele über deren Zukunft unterhalten.

Das Hinspiel gegen die Weltmeisterinnen aus Spanien findet am 28. November in Kaiserslautern statt, das Rückspiel am 2. Dezember im Estadio Metropolitano von Atletico Madrid. "Wir starten das Spiel nicht mit großen Bauchschmerzen und mit einem Rucksack. Wir starten mit einem 0:0", sagte Sportdirektorin Nia Künzer voller Zuversicht. "Ich glaube, da sollten wir uns schon auch berechtigte Hoffnungen machen." Sie könne "ein bisschen vernünftig und objektiv draufgucken. Dass wir in der Nations League zu den beiden besten Teams Europa gehören, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind".

Johannes stellt keine Ansprüche

Berger-Vertreterin Johannes stellte trotz einer starken Leistung in Caen keine Ansprüche auf einen Stammplatz. "Erst mal hoffe ich, dass Anne so schnell es geht wieder fit wird und spielen kann. Und ich freue mich, wenn sie wieder da ist, sie ist unsere Nummer 1", sagte sie.

Die 25-Jährige ergänzte mit Blick auf die EM im Sommer in der Schweiz: "Sie hat ein exzellentes Turnier gespielt. Sie ist ganz, ganz wichtig fürs Team - auch für mich. Von daher geht es im nächsten Lehrgang so weiter, wie es auch in den vergangenen Monaten war." Johannes hatte zuletzt von ihrem hervorragenden Verhältnis zu Berger berichtet, die beiden sind regelmäßig in Kontakt.