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"Wünsche ihm, dass er Glück im Unglück hatte": Mainzer Sorgen um Silas

kicker

Knapp eine Stunde war in Tschechien gespielt, da verletzte sich Silas während eines Duells mit Matus Maly ohne gegnerische Einwirkung am linken Schienbein. Der Kongolese blieb am Boden liegen, nahm sofort den Schienbeinschoner ab und rief medizinische Hilfe. Die TV-Bilder gaben Grund zu Sorge, ebenso die Tatsache, dass der 27-Jährige nur per Trage vom Feld gebracht werden konnte. In diesem Achtelfinal-Hinspiel bei Sigma Olmütz war für ihn an Weiterspielen nicht mehr zu denken, Nelson Weiper wurde eingewechselt.

Während der Stürmer rausgetragen wurde, hallten unter Applaus "Silas, Silas"-Rufe von den Tribünen. Um was für eine Verletzung es sich handelt, war zu diesem Zeitpunkt logischerweise noch nicht klar. Weitere Untersuchungen müssen abgewartet werden, um die Schwere und Art der Verletzung festzustellen.

Joker-Rolle und Matchwinner in Leipzig

Silas war Anfang Januar vom Neckar an den Rhein gewechselt und bringt es bislang auf acht Bundesliga-Spielen für die 05er, vier davon in der Startelf, und einen kicker-Notenschnitt von 3,80. Beim 2:1 in Leipzig am 20. Spieltag erzielte er nach einem Solo sogar den Siegtreffer - bis heute sein einziger Treffer für die Rheinhessen. Während Sheraldo Becker auf der Strecke blieb, war Silas neben Stefan Posch sowie Stürmer Phillip Tietz einer von drei Winter-Neuzugängen, die die Mainzer für die Conference League nachmeldeten.

Und in Olmütz bestritt er auch gleich sein erstes Europapokalspiel für die Nullfünfer. In diesem blieb er allerdings eher blass. In den 64 Minuten, die er auf dem Platz stand, hatte er 22 Ballkontakte, 13 gespielte Pässe (Passquote von 62 Prozent) und sechs gewonnene Zweikämpfe (Zweikampfquote von 17 Prozent). Einen Torschuss konnte er nicht verbuchen, auch keine Torschussvorlage; allerdings wurde sein vermeintliches 1:0 in Minute 26 wegen einer hauchdünnen Abseitsentscheidung nicht gegeben. Eine Bewertung seiner Leistung trat ob der Verletzung letztlich aber in den Hintergrund.

Danny da Costa wünschte seinem Teamkollegen jedenfalls, dass dieser keinen Schienbeinbruch erlitten hat. "Ich kann ihm nur wünschen, dass es das nicht ist und er Glück im Unglück hatte", sagte der Rechtsverteidiger bei RTL+.