Christoph Spycher äusserte sich gegenüber blue Sport zur aktuellen Situation: "Jetzt sind wir am Boden. Aber wir müssen die Sache analysieren und wir werden sicher wieder aufstehen." Die Mannschaft stellt mit 38 Gegentoren nach dem FC Winterthur (50) die zweitschwächste Defensive der Liga.
Für den Boss des BSC Young Boys sind vor allem die vielen "Undiszipliniertheiten" ein absoluter Dorn im Auge. "Wir haben ja heute wieder eine rote Karte. Wir strafen uns immer selber und das reicht natürlich nicht." Der bereits zweite Platzverweis von Saidy Janko in dieser Spielzeit war die insgesamt sechste Rote Karte eines YB-Spielers.
Lob für Seoane, der sich keine Sorgen machen muss
YB-Trainer Gerardo Seoane, der Ende Oktober den glücklosen Giorgio Contini abgelöst hat, konnte noch keine wirkliche Trendwende einläuten. "Gerry hat sicherlich gute Sachen reingebracht. Wir waren in einer sehr schwierigen Phase, in der er uns übernommen hat und die Mannschaft stabilisieren konnte. Aber wir haben zuletzt Energie gelassen und wir haben noch keine Konstanz hinbekommen", wie Spycher sagt.
Man habe sich, abgesehen von den letzten beiden Partien, auch defensiv stabilisieren können. "Aber es ist zu fragil und wir brauchen mehr Zeit." Sorgen müsse sich Seoane um seinen Job keine machen. "Er hat klare Ideen. Er ist ein Trainer, der Sachen Schritt für Schritt aufbauen kann. Er hat eine riesige Persönlichkeit, übernimmt eine grosse Verantwortung und das tut uns gut. Wir sind hundertprozentig überzeugt vom Weg mit Gerry. Den werden wir gehen und wir werden ihm die maximale Unterstützung geben."
Ob es im Winter die eine oder andere personelle Verstärkung geben wird, wird sich zeigen. "Wenn es Möglichkeiten gibt, die Mannschaft zu verstärken, schliessen wir das nicht aus", wie sich Spycher nicht in die Karten blicken lässt. Panikkäufe werde es aber definitiv keine geben.