Die Woche begann für den FV Illertissen mit einer Transfermeldung der schmerzhaften Art: Milos Cocic hat seinen sofortigen Abschied verkündet. Der 22-Jährige wechselt nach Liechtenstein zum FC Vaduz, der in der zweiten Liga der Schweiz antritt.
Mit Cocic verliert der FVI einen Leistungsträger, der in dieser Form wohl nur schwer zu ersetzen sein wird. Mit 13 Toren und elf Vorlagen in 20 Spielen gehörte er zu den herausragenden Akteuren der Regionalliga Bayern. Damit steigerte er sich im Vergleich zu seiner ersten Saison im Illertal: 2024/25 erzielte der langjährige Spieler des TSV 1860 München vergleichsweise spärliche drei Treffer in 31 Punktspielen.
Vaduz-Sportchef Franz Burgmeier freut sich über den gelungenen Transfer und betont die Polyvalenz Cocics: "Milos war schon eine Weile auf unserem Radar - er ist ein sehr torgefährlicher Offensivspieler, der in der Regionalliga Bayern absolut überzeugt hat. Er kann auf mehreren Positionen in der Offensive eingesetzt werden und wird unsere Mannschaft mit seiner Qualität nochmals verstärken." Burgmeier verrät zudem, dass Cocic offenbar auch noch andere Angebote gehabt hätte, sich aber für den FCV entschieden hat. Über die Ablösemodalitäten ist nichts bekannt geworden.
Illertissen richtet auf seinen Social-Media-Kanälen einen kurzen, aber intensiven Dank an Cocic. Dort heißt es, dass er in den vergangenen anderthalb Jahren mit seinen Leistungen und Momenten entscheidend zum Erfolg beigetragen habe und diese Zeit somit unvergessen bleibe.
Rückschlag um Pokal-Startplatz
Unvergessen bleibt in Illertissen auch die Erstrunden-Sensation im DFB-Pokal der laufenden Saison gegen den 1. FC Nürnberg (6:5 i. E.), ehe auf der nächsten Stufe des Cups der 1. FC Magdeburg (0:3) eine zu hohe Hürde darstellte. Auch wenn ein Aufstieg in die 3. Liga in den vergangenen Jahren aufgrund mangelhafter Infrastruktur nie eine ernsthafte Option für die Illertaler gewesen ist - und es in Bezug auf die nächste Saison aller Voraussicht nach auch nicht werden wird - kann der FVI die Saison aber noch lange nicht austrudeln lassen. Eine erneute Qualifikation für den finanziell lukrativen DFB-Pokal - diesmal über die Liga statt den Landespokal als beste erste Mannschaft - ist weiterhin in Reichweite. Die neun Punkte enteilte Reserve der Nürnberger ist kein Kandidat, auf den Tabellenzweiten SpVgg Unterhaching beträgt der Illertisser Rückstand gerade einmal zwei Punkte, wenngleich die Hachinger noch zwei Partien mehr in der Hinterhand haben. Cocic kann dem FVI ab sofort allenfalls die Daumen drücken.