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"Zizou"-Schöpfer und Lizarazu-Förderer: Trainerlegende Courbis gestorben

kicker

17 Vereine trainierte Rolland Courbis in seiner Karriere, manche wie Girondins Bordeaux und Montpellier HSC sogar zweimal. Unter all den Spielern, die im Laufe der Zeit mit Courbis in Kontakt kamen, waren mit Jean-Pierre Papin, Zinedine Zidane und Ousmane Dembelé auch drei Sieger des Ballon d'Or.

Nun ist Courbis an diesem Montag im Alter von 72 Jahren gestorben. Als Innenverteidiger wurde er einst dreimal Meister mit Olympique Marseille (1972) und der AS Monaco (1978, 1982), ehe er 1986 die Laufbahn als Coach einschlug. In Bordeaux betreute er zwischen 1992 und 1994 Zidane, gilt als Schöpfer des Spitznamens "Zizou". Dort förderte er auch den späteren Münchner Bixente Lizarazu sowie Stürmer Christophe Dugarry.

Nationaltrainer in Niger - Probleme mit der Justiz

In seiner zweiten Amtszeit bei Girondins hatte er neben Papin auch den späteren Bremer Johan Micoud im Kader. Bei OM zwischen 1997 und 1999 arbeitete er dann mit Laurent Blanc, William Gallas, Claude Makelele und Robert Pires. Im UEFA-Pokal-Finale 1999 unterlag sein Team trotzdem der AC Parma mit 0:3.

Später in seiner Karriere war er zweimal kurzzeitig in Niger tätig, zunächst als Technischer Berater, dann als Nationaltrainer (2012). Bei Stade Rennes folgte 2016 seine letzte Station in verantwortlicher Position. Fünf Monate davon fielen in die Zeit von Dembelé, ehe dieser in Richtung Deutschland zu Borussia Dortmund aufbrach und noch viel später die Weltklasse eroberte.

Allerdings sorgte Courbis im Fußball auch neben dem Platz immer wieder für Schlagzeilen: 1990 saß er, verdächtigt der Urkundenfälschung und Unterschlagung, in Untersuchungshaft. 1995 wurde Courbis wegen Urkundenfälschung und Veruntreuung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. 2007 kam noch einmal ein Urteil über zwei Jahre hinzu, nachdem er illegal für Spielertransfers zu Marseille in den 90er Jahren Geld kassiert hatte.