Bereits nach dem 2:3 des FC Zürich gegen den BSC Young Boys wurde Lindrit Kamberi zitiert, dass er nicht wisse, wann man YB das letzte Mal so dominiert hat. Gegen den FC Basel war es Steven Zuber, der mit einem Pfostenschuss dem Torerfolg am nächsten gekommen ist, doch das Glück fehlte ihm genauso, wie den meisten Zürchern in den letzten Wochen.
In der Mixed Zone nach dem Spiel nahm der 34-Jährige kaum ein Blatt vor den Mund, wie bei verschiedenen Medien zu lesen ist. Als "Vogelwild" beschreibt ein Journalist den Auftritt der Zürcher, womit Zuber ganz und gar nicht einverstanden war: "Also, ich weiss nicht, was Sie für ein Spiel gesehen haben. Wir hatten einen klaren Plan, und der ist gut aufgegangen."
Trotz der 0:2-Niederlage sei man immer wieder in den Strafraum gekommen und hat sich Chancen herausgespielt. "Wir haben einfach keine Tore gemacht." Der Wert der Expected Goals sagt allerdings etwas anderes: Dieser Wert liegt bei den Zürchern nur bei 0.6, Gegner Basel hingegen hätte rund drei Tore schiessen können.
Ein weitestgehend zufriedener Hediger
Auch Interimscoach Dennis Hediger will das Positive aus der Partie hervorheben: "Bis zum Strafraum sind wir bei 100 Prozent von dem, was von unserem Potenzial her möglich ist, und wir haben auch eine gute Präsenz im gegnerischen Strafraum." Auch Hediger ist jedoch klar, dass seine Mannschaft zu wenig gefährliche Situationen gut zu Ende spielt und auch wirklich zu gefährlichen Abschlüssen kommt.
Was auch ihn nachdenklich macht, ist die Arbeit von hinten raus, in der sich die Verteidiger immer wieder Fehler leisteten und so unter anderem Xherdan Shaqiri und Albian Ajeti grosse Chancen zugestanden. "Das müssen wir sofort korrigieren und wenn immer möglich vorwärts spielen", sagt Hediger.