"Sein Stellenwert in der Kabine zeigt sich auch dadurch, dass er zum Mannschaftsrat gehört und Vize-Kapitän ist. Er hat sich nach seiner schweren Verletzung Ende der vergangenen Saison zurückgekämpft und wird auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der VfL-Familie bleiben", lässt sich VfL-Geschäftsführer Ilja Kaenzig zitieren. Ein normales Zitat in einer normalen Pressemitteilung über eine Vertragsverlängerung? Nicht wirklich.
Ende der vergangenen Woche war medial durchgesickert, dass Philipp Hofmann schon im August seinen Vertrag vorzeitig bis 2028 ausgeweitet hatte. Damals allerdings wollte der Verein den Abschluss noch nicht kommunizieren, sondern einen passenden Moment in der Folgezeit abwarten.
Der, so viel weiß man heute, kam nicht. Weil der Bundesliga-Absteiger sieben seiner acht Spiele verlor, Trainer Dieter Hecking freistellte und auch Hofmann selbst sportlich nicht überzeugte: Bei allen sieben Niederlagen stand der 32-Jährige in der Startelf, nur ausgerechnet beim einzigen Sieg (2:0 über Elversberg) saß er auf der Bank. Ein Tor und ein Assist gelangen dem Mittelstürmer - bei einem kicker-Notenschnitt von 4,50.
Weil die längst erfolgte Vertragsverlängerung aber ungewollt publik wurde, sah sich der Verein nun unter Zugzwang. Passend dazu: Auf dem Foto, das der Pressemitteilung beiliegt, strahlt die Sonne, während Hofmann ein T-Shirt trägt. Nicht das Wetter dieser Tage in Bochum.