Am 10. Mai 2025 war der Aufstieg Dynamo Dresdens in die 2. Bundesliga besiegelt: Obwohl die Sachsen bei Waldhof Mannheim mit 0:1 unterlagen, war ihnen die Rückkehr ins Unterhaus nicht mehr zu nehmen, weil Konkurrent 1. FC Saarbrücken mit 2:4 bei Alemannia Aachen patzte.
Unterbrechung und Platzsturm
Gegen Ende des Spiels starteten die SGD-Fans ihre Party. Dabei wurde im Fanblock Dynamos mehrfach Pyrotechnik gezündet, einige Anhänger gelangten zudem auf das Spielfeld - und trafen dort auf SVW-Fans, die ebenfalls in den Innenraum drängten. Die Polizei musste einschreiten und die Partie für rund zehn Minuten unterbrochen werden. Die Sicherheitskräfte konnten die Lage aber wieder beruhigen, die letzten paar Spielminuten endeten dann mit einem "Nichtangriffspakt". Nach dem Abpfiff gab es dann aber kein Halten mehr, die Dresdner Fans stürmten den Innenraum, um mit ihrer Mannschaft den Aufstieg zu feiern.
Nun hat der DFB zumindest gegen Dresden ein Urteil ausgesprochen - und dieses fiel happig aus. Denn wegen "unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger" wurde der Zweitligist mit einer Geldstrafe in Höhe von 100.350 Euro belegt.
Die Höhe begründete das DFB-Sportgericht mit der zehnminütigen Unterbrechung und dem Fehlverhalten Dresdner Fans nach Abpfiff. Denn es blieb nicht beim Platzsturm: "Hierbei zündeten die Anhänger mindestens 42 Bengalische Fackeln und sechs Rauchkörper. Ein Rauchkörper wurde in Richtung eines Polizisten geworfen, zudem schossen Dresdener Anhänger mindestens zehn Raketen in Richtung von Mannheimer Anhängern und Einsatzkräften der Polizei sowie des Ordnungsdienstes."
Dynamo Dresden zeigte sich mit der Strafe allerdings nicht einverstanden und hat, wie der DFB ebenfalls mitteilte, gegen das Urteil Einspruch eingelegt. Eine nähere Begründung für den Einspruch liegt bisher allerdings nicht vor.