Chelsea: Cole Palmer (22., 30.), João Pedro (43.)
Der Chelsea FC hat sich mit einem 3:0-Sieg gegen Paris Saint-Germain im Finale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ durchgesetzt und krönte sich damit zum ersten Champion des Turniers im neuen Format mit 32 Teilnehmern.
Die Blues hatten sich augenscheinlich viel für das Spiel vorgenommen, starteten mit viel Elan in die Partie und pressten hoch. In der Anfangsphase fand das Geschehen fast ausschließlich in der Hälfte der Pariser statt und Chelsea versuchte immer wieder, mit den weit aufgerückten Außenverteidigern Überzahlsituationen zu schaffen.
Die erste gute Chance hatte Cole Palmer in der 8. Minute, nachdem João Pedro ihn mit einer genialen Ablage per Hacke etwas Platz verschafft hatte. Der Engländer suchte direkt den Abschluss, doch sein Schussversuch von der Strafraumkante verfehlte sein Ziel knapp und landete im Außennetz.
Der amtierende Champions-League-Sieger brauchte bis zur 18. Minute, um den ersten Torschuss abzugeben. Désiré Doué prüfte Chelsea-Keeper Robert Sánchez mit einem Flachschuss knapp innerhalb des Sechzehners, doch der war schnell unten und konnte den Ball im Nachfassen festmachen.
Wenige Minuten später gelang Chelsea dann der Durchbruch: Nach einem Fehler von Nuno Mendes schnappte sich Malo Gusto die Kugel und sprintete von rechts in Richtung des PSG-Strafraums. Sein Schussversuch wurde zunächst geblockt, doch Gusto blieb im Ballbesitz und fand den nachgerückten Palmer im Zentrum. Chelseas Nummer 10 fackelte nicht lange und brachte den Ball mit einem präzisen Flachschuss neben dem linken Pfosten im Tor unter.
Nach gut einer halben Stunde schlug der eiskalte Palmer erneut zu: Levi Colwill schickte seinen Kollegen aus der englischen Nationalmannschaft mit einem langen Ball auf die Reise, und der zog mit dem Ball von der rechten Seite in die Mitte. Dort bekam er von niemandem aus der PSG-Hintermannschaft genügend Druck und zirkelte den Ball aus der gleichen Position wie beim 1:0 ins untere linke Eck.
Die Pariser taten sich gegen ein gut strukturiertes Chelsea sichtlich schwer und Enzo Marescas Plan mit Moisés Caicedo und Reece James auf der Doppelsechs ging im ersten Durchgang nahezu perfekt auf – und auch in der Offensive schien bei den Blues alles zu funktionieren. Bei einem Konter fand Palmer mit einem perfekten Steckpass Pedro, der den Ball mit einem Lupfer an Gianluigi Donnarumma vorbei ins Tor beförderte.
Kurz vor der Halbzeit hatte João Neves nach einer Hereingabe von Achraf Hakimi noch per Kopf die Chance, den Anschlusstreffer zu erzielen, doch Sánchez war erneut zur Stelle und so ging es mit einem Zwischenstand von 3:0 in die Pause.
Paris startete im zweiten Durchgang dann etwas besser. Nach Vorarbeit von Doué kam Ousmane Dembélés aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch erneut war es der stark aufgelegte Sánchez, der sich mit einem guten Reflex auszeichnen konnte.
Beide Trainer wechselten kräftig durch und versuchten von der Bank neue Impulse zu setzen, doch Chelsea hatte auch in Halbzeit zwei alles im Griff. Der eingewechslte Liam Delap testete Donnarumma mit einem Fernschuss, den der italienische Schlussmann mit einer Glanzparade gerade noch entschärfen konnte.
Wenig später scheiterte der Mittelstürmer dann erneut an Donnarumma, als er ihn frei vor dem Tor nicht umkurven konnte und sein Abschluss vom PSG-Keeper zur Ecke geklärt wurde.
Im Anschluss wurde das Spiel immer wieder durch Fouls unterbrochen. Nach einem Rempler von Marc Cucurella kurz vor Ende der Partie, revanchierte sich Neves mit einer Tätlichkeit und wurde VAR-Überprüfung vom Platz gestellt. Die Blues spielten die letzten Minuten in Überzahl routiniert zu Ende und so reichte ihnen die überragende Leistung aus der ersten Hälfte, um sich mit 3:0 gegen PSG durchzusetzen.
Für den Unterschied sorgten Palmer, der im Turnierverlauf zu seiner Bestform zurückgefunden hat, und Neuzugang Pedro, der mit seinen insgesamt drei Treffern im Halbfinale und Endspiel ebenfalls Gold wert war. Für Marescas Team ist es damit die zweite Trophäe in dieser Saison, nachdem sie bereits die UEFA Conference League gewinnen konnten.
Cole Palmer (Chelsea FC)
"Es ist nicht nur dann ein guter Job, wenn man gewinnt. Was wir in dieser Saison geschafft haben, hatten wir vorher noch nie erreicht. Vor dreizehn Jahren in Paris habe ich nie um solche Titel gespielt. Natürlich wollten wir diesen Pokal mit nach Hause nehmen, aber das ändert nichts daran, was wir in dieser Saison geleistet haben."
Marquinhos, Verteidiger PSG
"Es ist ein großartiges Gefühl. Der Coach hat einen super Spielplan aufgestellt. Er wusste, wo Platz sein würde, und hat versucht, mich so oft wie möglich freizuspielen. Ich musste mich nur revanchieren und ein paar Tore machen. Er [Enzo Maresca] baut etwas Besonderes auf. Ich habe das Gefühl, dass wir in die richtige Richtung gehen."
Cole Palmer, Mittelfeldspieler Chelsea
"Ich habe keine Worte für die Spieler. Für mich haben wir das Spiel in den ersten zehn Minuten gewonnen. Wir haben das Tempo vorgegeben, wir wussten genau, wie wir spielen wollten. Heute haben wir eine Position für Cole [Palmer] gefunden, auf der es mehr Raum zum Angreifen gab. Der Einsatz aller Spieler war fantastisch."
Enzo Maresca, Trainer Chelsea