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"Das wird schon": So bewertet Hens den deutschen EM-Kader

kicker

Achtzehn Spieler hat Bundestrainer Alfred Gislason für die bevorstehende Handball-EM in Dänemark, Schweden und Norwegen ins deutsche Aufgebot berufen - darunter vier Debütanten. Mit den Nominierungen von Matthes Langhoff und Tom Kiesler bekommt der Kader besonders in der Verteidigung noch einmal mehr Tiefe, so Pascal Hens - der Europameister von 2004 und Weltmeister von 2007 wird bei der Europameisterschaft für Dyn als Experte im Einsatz sein.» Mit diesem Team begleitet Dyn die EM 2026

"Der Bundestrainer legt großen Wert auf die Abwehrarbeit. Das sieht man auch in der Zusammenstellung des Kaders. Tom Kiesler kann als Abwehrspezialist natürlich auch nochmal einiges dazu geben. Wir haben zwei überragende Torhüter. Das ist die Basis, die du brauchst", sagt Pascal Hens im Gespräch mit handball-world.Neben dem Zusammenspiel aus Abwehr und Torhüter sieht der Dyn-Experte allerdings noch eine weitere große Stärke beim DHB-Team: das verbesserte Tempospiel nach vorne. "Wir machen einfach viel mehr Tempo und können über die zweite Welle einfache Tore erzielen", lobt der Weltmeister von 2007.» Kader Deutschland für Handball-EM 2026

Rückraum-Rechts als Sorgen-Position?

Vor dem ersten Hihlight im Handball-Kalender 2026 sticht für Pascal Hens, der im Rückraum des DHB-Teams 2004 Europa- und 2007 Weltmeister wurde, als Schwäche im deutschen Kader wiederum eine Position heraus: "Wir sind momentan nicht so formstark unterwegs auf halbrechts." Bei der vergangenen Europameisterschaft und den Olympischen Spielen 2024 ragte Renars Uscins heraus, wurde besonders im Viertelfinale gegen Frankreich zum Held und am Ende des Turniers als bester Rückraum-Rechter ins All-Star-Team gewählt. Im vergangenen Jahr konnte der 23-Jährige an diesen Höhenflug allerdings nicht vollständig anknüpfen.» Die deutschen Nationalspieler vor der Handball-EM im Formcheck

Für den ehemaligen Rückraum-Linken kommt das allerdings nicht überraschend: "Uscins hatte ein bisschen mit seiner Verletzung zu kämpfen, kam nicht wieder richtig in Fahrt. Aber das habe ich schon bei den Olympischen Spielen prognostiziert: Er hatte einen Riesenlauf, ist ein junger Kerl und es wird dann auch Turniere und Phasen geben, wo es nicht so läuft. In so einer Phase ist er gerade. Da müssen wir einfach hoffen, dass wir im rechten Rückraum stabil und gut auftreten."

So müssen andere Spieler nun über sich hinauswachsen. "Wer da aufgrund der Form zuletzt dieses Jahr gut performen könnte, ist Julian Köster, der durch andere Abwehrspieler in diesem Turnier hinten ein bisschen Entlastung bekommen kann und sich dadurch vielleicht vorne noch ein bisschen mehr zutraut, als er das in den letzten Turnieren gemacht hat, als er hinten so sehr gefordert wurde und dann irgendwann ein bisschen die Kraft nachgelassen hat", hofft Hens.

Der Europameister von 2004 schwärmt: "Er ist ein super Spieler in der zweiten Welle, aber auch ein guter Rückraumshooter und vorne eben sehr wichtig." Zudem nennt der 45-Jährige mit Marko Grgic und Miro Schluroff zwei weitere Rückraumspieler, "die noch eine Menge Potential haben, aber schon auf einem sehr hohen Level sind". Hens betont: "Wir haben auf der Mitte und halblinks so viele talentierte, junge Kerle, die es in diesem Jahr wirklich gut gemacht haben."» Co-Trainer Wudtke: Darum ist Miro Schluroff so wichtig

"Die Bundestrainer-Entscheidung muss man einfach akzeptieren"

Diskussionen gab es nach der Kaderbekanntgabe unterdessen besonders um eine Position: Linksaußen. Tim Freihöfer wurde von Gislason nicht berücksichtigt. Stattdessen haben Lukas Mertens und Rune Dahmke den Vorzug erhalten. Viele Fans in Handball-Deutschland konnten das nicht verstehen, Bob Hanning äußerte öffentlich seinen Unmut.» Gislason: Diese zwei Gründe sprachen gegen Freihöfer

"Der Bundestrainer hat da seine Gründe und es liegt gar nicht an der Person Tim Freihöfer, sondern vielleicht einfach daran, dass ein Rune Dahmke für das Mannschaftsgefüge einfach enorm wichtig ist. Außerdem sind die zwei vielleicht auch ein bisschen das eingespieltere Duo", erklärt Hens, der ergänzt: "Es ist total bitter für Tim Freihöfer, keine Frage. Von der Leistung gehört er da auch hundertprozentig hin, aber die Bundestrainer-Entscheidung muss man einfach akzeptieren."

Insgesamt bewertet er den deutschen Kader als "schon sehr stark", vor allem perspektivisch. "Wir haben noch eine Menge Entwicklungspotenzial, aber der aktuelle Kader mit sehr vielen jungen, talentierten Spielern, sowohl vorne als auch hinten, lässt mich auf jeden Fall positiv auf das Turnier gucken", so Hens, der dem DHB-Team "sehr, sehr viel" zutraut.

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