Gerade mal knapp 400.000 Menschen leben auf Island. Zum Vergleich: Deutschland kommt nach aktuellen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes auf etwa 83,5 Millionen Einwohner. Im Vergleich zu Island stellt Deutschland aber keinen einzigen Trainer der vier Halbfinal-Teams bei der aktuellen Handball-EM.
Island dagegen stellt gleich drei. Für den erstmaligen Halbfinal-Einzug Islands bei einer Europameisterschaft seit 16 Jahren ist wenig überraschend ein Isländer verantwortlich, nämlich Snorri Steinn Guðjónsson. Deutlich ungewöhnlicher ist dagegen, dass auch Kroatien und Deutschland auf isländische Coaches setzen.
"Haben unfassbar gute Trainingsbedingungen"
Der ehemalige Bundestrainer Dagur Sigurdsson ist Cheftrainer der Kroaten, Deutschland wird bekanntlich von Alfred Gislason angeführt. Warum stellt das kleine Island so viele hochklassigen Handball-Trainer?
"Das ist schwer zu sagen", meinte Bundeatrainer Gislason. "Handball hat eine große Tradition in Island, auch wenn wir nicht so viele Medaillen wie zum Beispiel Kroatien gewonnen haben. Handball ist Nationalsport in Island. Wir haben unfassbar gute Trainingsbedingungen, besonders für die Jugend."
Man habe also sehr viel Talent für so ein kleines Land wie Island. "Und das setzt sich bei den Trainern fort." Der einzige Halbfinal-Trainer, der nicht aus Island kommt, ist übrigens Nikolaj Jacobsen. Der 54-Jährige führt seine Heimatnation Dänemark an.
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