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Entscheidet das Balkan-Derby den Kampf um das Viertelfinale?

kicker

Aus Dortmund berichtet Christian Stein

Die Ausgangslage in der Hauptrundengruppe II ist nur ganz vorne und ganz am Ende deutlich. Deutschland ist mit 8 Punkten Gruppensieger, Island punktloses Schlusslicht. Serbien geht nach dem Remis mit fünf Pluspunkten in den letzten Spieltag, dahinter folgen Montenegro und Spanien mit jeweils einem Zähler Rückstand.

Punktet Serbien, dann ist das Ticket in die K.o.-Runde vergeben. Schnappt sich Montenegro den Derbysieg, dann springt der Europameister von 2012 auf Platz 2 und muss auf Schützenhilfe von Deutschland hoffen. Spanien wäre bei Punktgleichheit mit Montenegro am Ende aufgrund des gewonnenen Direktvergleichs ansonsten vorne. Das direkte Duell mit Serbien hat man hingegen verloren.

Beide Teams mit mentalem Rückschlag

"Für mich ist es eine der schwersten Niederlagen. Aber wichtig ist, dass wir das so schnell wie möglich vergessen und uns auf Serbien konzentrieren. Denn viel hängt von diesem Spiel und dann vom Spiel Deutschland gegen Spanien ab", betont Montenegros Kapitänin Djurdjina Jaukovic und betont mit Blick auf die DHB-Frauen. "Ich gehe davon aus, dass Deutschland mit voller Besetzung antreten werden, da sie auf heimischem Boden spielen. Es liegt an uns, Charakter zu zeigen und uns zu steigern."

"Wir haben eine Mannschaft mit Qualität, aber wir hatten einfach einen schlechten Tag, waren unnötig nervös am Anfang des Spiels. Der Angriff war richtig schlecht - ich kann mich nicht erinnern, wann wir mal mit 0:9 gestartet sind", so Jaukovic und betont: "Serbien hat wie wir sehr wechselhafte Leistungen gezeigt."

Prades: "Wir leben noch"

"Das ist Sport. Wir müssen daraus lernen", sagte Serbiens erfahrene Rechtsaußen Katarina Krpez-Slezak nach dem dramatischen Remis gegen die Färöer gegenüber handball-world und betonte: "Im nächsten Spiel müssen wir schlauer sein, mehr Disziplin und mehr Energie haben."

"Wir dachten, wir hätten das Spiel unter Kontrolle. Aber die letzten Sekunden - ich weiß nicht, was passiert ist", war Serbiens Coach Jose Ignacio Prades geschockt mit dem dramatischen Remis gegen die Färöer, in dem seine Spielerinnen sich zwei Rote Karten einfingen und am Ende mit einem Siebenmeter noch ins Unentschieden einwilligen mussten. "Das Positive, wir leben noch. Wir müssen das letzte Spiel gegen Montenegro gewinnen."

Krpez-Slezak erwartet "ein schönes Spiel"

"Ich weiß, dass es eine echte Rivalität zwischen den Ländern ist", sagt Prades. Die Bedeutung der Partie möchte Krpez-Slezak nicht überbewerten. "Jeder denkt, dass es etwas Besonderes ist. Aber wir sind Freunde." Die 37-Jährige ist sich sicher: "Es wird ein schönes Spiel. Sie müssen gewinnen, wir müssen gewinnen. Wer den besseren Tag hat und sein Herz auf der Platte lässt, wird gewinnen. Ich hoffe, dass wir unser Bestes zeigen."

"Ich glaube nicht, dass es irgendwelche Geheimnisse gibt", sagt Jaukovic. "Sie haben einen starken Rückraum, starke Außen und ihre Torhüterinnen sind eine echte Verstärkung. Das Wichtigste ist, dass wir uns mental so schnell wie möglich erholen." Trainerin Suzana Lazovic versprüht zumindest Optimismus: "Jede Spielerin ist sich bewusst, warum wir hier sind. Ich glaube, dass wir eine Lösung gegen Serbien finden werden."

"Wir haben es nicht selbst in der Hand, aber ich hoffe, dass das Glück uns hold sein wird", sagt Montenegros Linksaußen Dijana Trivic: Ich hoffe, dass wir für all unsere harte Arbeit belohnt werden, dass wir keine Angst haben, Fehler zu machen, sondern mit ganzem Herzen spielen. Wenn ich nicht an den Sieg glauben würde, wäre ich nicht hier."

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