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Frankreich über "echtes Vorbereitungsspiel"gegen Österreich

kicker

Nachdem die Franzosen fünfzig Minuten lang unter Druck standen, konnten sie sich vor allem in der Schlussphase auf die Leistung von Charles Bolzinger verlassen, der einen wichtigen Anteil am 34:29-Sieg hatte. Damit trifft Frankreich am Sonntag um 17 Uhr im Finale des kleinen Vorbereitungsturniers in Paris auf Island, die sich im anderen Halbfinale mit 32:26 gegen Slowenien durchsetzen konnten.

Bei den Franzosen fehlten Arthur Lenne und Nedim Remili, der aufgrund einer Muskelverletzung im Oberschenkel geschont wurde. Ansonsten waren alle übrigen Spieler des 20er EM-Kaders von Frankreich aufgestellt.

Österreich mit "besonderer DNA"

Während Iker Romero, Chefcoach der Österreicher, sich nach der Parte äußerst zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft zeigte, kritisierte Guillaume Gille die mangelnde Effizienz im Abschluss und Spielrhythmus seines Teams. "Es war ein nützliches Spiel, um zu sehen, wo wir stehen, und um zu zeigen, dass wir noch mehr brauchen, um mit mehr Selbstvertrauen und Sicherheit in die EM zu gehen. Österreich war ein starker Gegner, diese Mannschaft hat eine etwas besondere DNA, man hat immer den Eindruck, dass sie langsam spielt, dass sie sich festbeißt."

Der 49-Jährige bezeichnete den Tag als "besonders". Dabei sprach er auch nochmal den Transfer seines Führungsspielers Dika Mem an, dessen Wechsel zu den Füchsen am selben Tag bekannt gegeben wurde und die gesamte Handballwelt in Aufruhr versetzte. "Es war ein besonderer, langer Tag, sowohl für Dika, dessen Transfer bekannt gegeben wurde, als auch für uns, mit einem späten Spiel. Die Halle war aufgrund unserer unbeständigen Spielqualität nicht gerade begeistert, aber wir sind sehr glücklich, vor einer solchen Kulisse gespielt zu haben."

Mittespieler Aymeric Minne lobte nach dem Duell vor allem das verbesserte Zusammenspiel mit seinen Teamkollegen: "Zu Beginn der Vorbereitung hatte ich meinen Wunsch geäußert, mehr mit den Spielern zu trainieren, die nicht in meinem Verein spielen. Und ich denke, dass sich das heute Abend ausgezahlt hat, zum Beispiel in der Zusammenarbeit mit Dika (Anm. d. Verf.: Mem) oder Elohim (Anm. d. Verf.: Prandi). Am Ende des Spiels spielen wir dann untereinander, also haben wir Automatismen." Er bezeichnete die Partie als ein "echtes Vorbereitungsspiel", in dem die Franzosen unter anderem eine 3-3-Abwehr testeten.

Erinnerungen an Olympia 2024

Nicht nur Minne erwähnte außerdem die Halle, die "LA DÉFENSE ARENA", in der mit den EM-Testspielen erstmals Handball gespielt wird. Durch den Spielort seien Erinnerungen an die Olympischen Spiele 2024 geweckt worden, die in der französischen Hauptstadt stattfanden.

Auch Schlussmann Charles Bolzinger, der zum Man of the Match gekürt wurde, lobte die Kulisse: "Es war ein schöner Abend mit einem schönen Sieg vor einem guten Publikum und begeisterten Zuschauern." Sein "gutes Comeback" habe ihm "Selbstvertrauen und Selbstsicherheit" für den anstehenden Wettbewerb gegeben. Im finalen Test gegen Island müsse man die Leistung aber verbessern.

Das weiß auch Kreisläufer Ludovic Fabregas: "Am Sonntag müssen wir an den heutigen Abend anknüpfen, wir müssen weiter Druck machen und uns verbessern. Wir müssen ein kompletteres Spiel liefern, denn ich denke, dass Island eine Klasse besser ist. Das wird uns noch ein wenig helfen, um zu sehen, wo wir vor Beginn des Wettbewerbs stehen, der sehr schnell kommen wird." Der 29-Jährige lobte jedoch die "tolle Energie" und die "Ruhe und Gelassenheit" seiner Mannschaft, die er seit Vorbereitungsbeginn spüre.

Diese wird für die Franzosen wohl auch ab dem EM-Start notwendig sein. In der Vorrundengruppe C treffen sie in Oslo neben Tschechien und der Ukraine auch auf Gastgeber Norwegen.

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