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HBL-Endspurt: Die Hingucker im Saisonfinale

kicker

Hingucker 1: Der Kampf um Platz zwei

Die Sache ist theoretisch ganz einfach: Gewinnen die Füchse Berlin ihr Auswärtsspiel am Donnerstag (5. Juni, 20 Uhr) bei der MT Melsungen, ist dem Meister der Vorsaison der zweite Platz aufgrund der um zwei Punkte plus 59 Treffer besseren Tordifferenz gegenüber der SG Flensburg-Handewitt realistisch nicht mehr zu nehmen. Lässt der Hauptstadtklub beim frisch gebackenen European-League-Sieger aber Federn und Flensburg siegt zeitgleich gegen Eisenach, wird das Duell der beiden Klubs am letzten Spieltag in Berlin zu einem echten Showdown. Die Melsunger dürften auf die Füchse als Vizemeister hoffen, da ihnen der dritte deutsche Königsklassen-Startplatz dann sicher wäre. DHB-Pokalsieger Berlin hat über das Final Four in der Champions League (13./14. Juni in Köln) wie Meister Magdeburg nach dem Liga-Endspurt noch eine weitere Titelchance.

Hingucker 2: Das Rennen um die European League

Für den zweitwichtigsten europäischen Wettbewerb qualifizieren sich die Teams auf den Plätzen drei bis sechs. Da Melsungen (aktuell Siebter) einen Startplatz in einem der beiden Europapokale sicher hat, würde auch Platz sieben reichen, wenn Melsungen noch unter die Top sechs kommt. Heißt für die Klubs: Bloß nicht Achter werden. Dort rangieren momentan die Rhein-Neckar Löwen mit drei Punkten Rückstand auf den TBV Lemgo auf Platz sechs. Gewinnt Lemgo am Mittwoch (3. Juni, 20 Uhr) sein Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig, sind sie nicht mehr einzuholen und in der kommenden Saison international vertreten.

Hingucker 3: Der Abstiegskampf

Eben jene Leipziger müssen ihrerseits in Lemgo unbedingt siegen, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben und nicht vorzeitig abzusteigen. Vier Punkte beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer, dies bedeutet: Leipzig bleibt nur drin, wenn es seine beiden letzten Spiele gewinnt UND die HSG Wetzlar gleichzeitig die beiden Partien beim HSV Hamburg und gegen GWD Minden verliert, dabei 38 Treffer in der Tordifferenz aufholt, UND der Vorletzte Minden am Mittwoch (3. Juni, 19 Uhr) das Heimspiel gegen Kiel verliert. Zumindest etwas realistischer sind Mindens Chancen auf den Klassenerhalt, das "nur" zwei Punkte und 52 Tore gegenüber Leipzig gutmachen muss.

Hingucker 4: Patrick Groetzki

Nach 19 Jahren bei den Rhein-Neckar Löwen verabschiedet sich mit dem Rechtsaußen ein echtes Bundesliga-Urgestein. Der stets unaufgeregte und äußerst sympathische Groetzki bekommt beim Löwen-Heimspiel am Mittwoch (3. Juni, 19 Uhr) gegen die TSV Hannover-Burgdorf eine feierliche Zeremonie. Zwei Meisterschaften und zwei DHB-Pokalsiege holte der inzwischen 36-Jährige, der in bislang 580 Liga-Spielen für die Löwen (Rekord!) auflief, mit den Mannheimern, gewann zudem den EHF-Cup. Nach dem letzten Spiel am Sonntag in Gummersbach wechselt Groetzki ins Management des Klubs.

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