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Kopfball-Torschütze Donaubauer: "Eigentlich komplett sinnlos"

kicker

Ende März ereignete sich in der bayerischen Oberliga Süd eines der wohl außergewöhnlichsten Tore jemals: Lukas Donaubauer vom SC Unterpfaffenhofen-Germering köpfte den Ball nach einem Kempa-Pass seines Linksaußen Tobias Sannig ins gegnerische Tor. Die Fans der Daikin Handball-Bundesliga wählten den Treffer zum "Tor des Monats März".

Und der Kopfball war keineswegs zufällig, sondern genau geplant: Donaubauer, der nach der Partie seine Handballschuhe an den Nagel hängte, durfte den Spielzug in einer Auszeit spontan ansagen. Schon in der Jugend habe er sich vorgenommen, einmal ein Kopfballtor zu probieren, verriet Donaubauer gegenüber handball-world.

"95 Prozent sind der Pass"

Eigentlich sei es "komplett sinnlos, im Handball da mit dem Kopf hinzugehen", gibt er zu. Doch viele Freunde und alte Weggefährten saßen bei seinem letzten Spiel auf der Tribüne. "Dann habe ich gesagt, so jetzt probieren wir es mal aus", erinnert er sich. "95 Prozent sind aber der Pass", merkt der 33-Jährige an. "Wenn der nicht gut kommt, dann kannst du es vergessen".

Die Halle feierte die gelungene Premiere des "Donaubauer-Tricks". Vor lauter Euphorie merkte Donaubauer nicht einmal den kleinen Harzfleck auf seiner Stirn. Auch in der Folge hätten sich Viele, teils ehemalige Gegner, bei ihm gemeldet und gratuliert, freute sich der Rückraumspieler: "Da merkt man schon immer im Handball, auch wenn du jahrelang eigentlich Gegner auf dem Feld bist, verstehst du dich doch immer mit Allen ganz gut. Das finde ich so geil irgendwie an dem Sport", schwärmt der Rückraumspieler.

Kritische Stimmen

Doch auch ein paar negative Stimmen habe es gegeben: "Eine Sache war so ein bisschen dieses, dass das nicht so wirklich respektvoll dem Gegner gegenüber war", erklärt Donaubauer. Doch er versichert: "Das würde ich ja niemals machen, wäre es nicht das letzte Spiel gewesen". Sowohl für seine Germeringer, als auch die gegnerische Mannschaft, stand die Abschlussplatzierung bereits fest.

Wer weiß: Vielleicht sieht man den "Donaubauer-Trick" ja nun öfter. Der 33-Jährige hofft das übrigens nicht und warnt: "Wenn da nur einer blöd hinfasst, da kann natürlich ganz schön was passieren".