"Er sah verhältnismäßig frisch aus heute Morgen. Er wird heute wohl nicht trainieren oder nur sehr dosiert. Für das Spiel gegen Österreich sind wir zuversichtlich, da steht aber noch eine Untersuchung an. Der Fuß ist über Nacht nicht schlimmer geworden, das ist ein gutes Zeichen", sagte Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton am heutigen Montag (12. Januar) bei einer Pressekonferenz in Hannover.
Uscins humpelte leicht
Uscins war bei der erfolgreichen Generalprobe gegen Vize-Weltmeister Kroatien (33:27) am Sonntag bereits in der Anfangsphase umgeknickt, konnte nach einer kurzen Behandlungspause am linken Fuß aber weiterspielen. Beim offiziellen Teamfoto-Termin am Montag humpelte der Hannoveraner leicht. Die erste EM-Partie im dänischen Silkeborg gegen Österreich steigt am Donnerstag (15. Januar, 20.30 Uhr/ARD).
Auch Uscins selbst ist "zuversichtlich", in Dänemark sofort eingreifen zu können, die Verletzung sei "nichts Strukturelles", sagte der 23-Jährige: "Man merkt noch ein bisschen Schmerzen, was ja zu erwarten war. Heute wäre es sinnvoll, ein bisschen Reha zu machen, und dann schaut man mit dem Doc von Tag zu Tag, wie das aussieht."
Chatton: "Friede, Freude, Eierkuchen"
Die Vorgabe für den Auftakt gegen die Österreicher sei, "Tempo zu machen", sagte Bundestrainer Alfred Gislason. "Sie spielen teilweise sehr lange Angriffe. Sie sind eine unangenehme Mannschaft. Wichtig für uns ist, dass wir unseren Spielstil durchziehen." Die EM sei "das schwerste Turnier, das wir je gespielt haben", sagte der 66-Jährige: "Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, dürfen wir kaum ein Spiel verlieren."
Chatton spürte einen Tag vor der Abreise nach Dänemark "Friede, Freude, Eierkuchen" im Team: "Die Mannschaft wächst, das merken wir intern, immer mehr zusammen."
"Wettbewerbsvorteil" für Deutschland?
Mut macht vor allem die Breite des Kaders, unter anderem in der Abwehr. "Die Bank kann vielleicht die Lebensversicherung im Laufe des Turniers werden", sagte Chatton und sprach von einem "Wettbewerbsvorteil" mit Blick auf die bestenfalls knapp drei Wochen in Dänemark, wo die DHB-Auswahl am Dienstag dasselbe Quartier bezieht wie im Vorjahr bei der WM. "Wir freuen uns auf Silkeborg. Bekannte Rahmenbedingungen. Das wird gut."
Das Ziel im Turnier sei, so Johannes Golla, einen "Flow" zu entwickeln. "Das Ziel Halbfinale ist natürlich irgendwo im Hinterkopf, wir sind aber gut beraten, von Spiel zu Spiel zu schauen", sagte der Kapitän: "Es macht nicht so viel Sinn, zu schauen, was vielleicht in fünf Tagen passiert."
Weitere Vorrundengegner sind Serbien (Samstag) und Spanien (Montag). In der Hauptrunde würden wohl ausnahmslos Schwergewichte wie Olympiasieger und Weltmeister Dänemark oder Titelverteidiger Frankreich auf das deutsche Team warten.
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