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Nach Topspiel-Niederlagen: Österreich sieht "Chancen etwas mitzunehmen"

kicker

Aus Rotterdam berichtet Felix Buß

"Mit der ersten Halbzeit müssen wir zufrieden sein. Da haben wir das wirklich gut gemacht. Die Deckung stand aggressiv, Lena (Torhüterin Ivancok, Anm. d. Red.) hat einen großartigen Job gemacht", bilanzierte Monique Tijsterman nach dem 17:29 (12:14) gegen den Olympia-Zweiten. "Aber wir wissen alle, dass Frankreich auf jeder Position dreifach mit Topspielerinnen besetzt ist", beschrieb sie einen Grund für die hohe Niederlage.

"Sie haben schon früh begonnen zu wechseln und man hat in der zweiten Hälfte die Qualität dieser Mannschaft gesehen", meinte Tijsterman. "Da haben sich dann auch unsere Fehler gehäuft. So eine deutliche Niederlage tut natürlich weh. Dennoch müssen wir das heute Abend abhaken und nach vorne schauen."

"Nach vorne schauen"

In Sachen Optimismus soll, wie schon gegen die Niederlande, die starke Leistung aus der ersten Spielhälfte eine Stütze sein. "Ich denke, das Spiel, speziell die erste Halbzeit, hat uns wieder gezeigt, dass wir mehr als nur mithalten können", sagte Nora Leitner. "Es macht riesigen Spaß gegen Teams, die schon so viel erreicht haben, zu spielen."

Der Spaß an der WM scheint Team Austria weder durch die verletzungsbedingten Ausfälle der Führungsspielerin Johanna Reichert und der Kapitänin Katarina Pandza, noch wegen des 5:15-Laufs gegen die Equipe Tricolore verloren zu gehen. "Da müssen wir uns etwas einfallen lassen, sollte das nochmals auf uns zukommen", kommentierte Leitner.

"Das Ergebnis spiegelt nicht wider, was wir heute gezeigt haben", zeigte sich die 23-jährige Wahl-Lissabonerin überzeugt. "Ich denke, wir haben alle ein gutes Gefühl und jetzt gilt es gegen Tunesien und Polen nochmals alles reinzuhauen", hob sie hervor. "Wir wollen einfach die Zeit hier genießen", war auch das Credo bei Media Call am Freitagmorgen.

"Tempo hochhalten"

"Wenn wir gegen Tunesien und Polen neuerlich so eine Leistung aufs Spielfeld bringen können, haben wir Chancen etwas mitzunehmen", meinte Monique Tijsterman. Es geht für Österreich darum, die WM-Hauptrunde nicht nur mit einem guten Gefühl, sondern auch mit Punkten abzuschließen. "Das wäre eine super Geschichte", so Sportchef Patrick Fölser.

"Ich bin begeistert, wie reflektiert die Spielerinnen nach den Auftritten sind", freute sich Fölser am Freitag. "Es ist auch sehr positiv, dass die Truppe das nie zum Thema macht", sagte er mit Blick auf die verletzten Schlüsselspielerinnen. "Sie gehen mit der Situation sehr gut um und machen das Beste daraus. Das gefällt mir sehr gut."

Bei den letzten beiden WM-Spielen, am Samstag gegen Tunesien und Montag gegen Polen, "hilft uns vielleicht diese Jugendlichkeit, dass wir noch eine gewisse Frische haben", hofft ÖHB-Sportchef Fölser. "Was wir gut gemacht haben, ist das Tempo hoch zu halten", sieht Bundestrainerin Tijsterman darin den Schlüssel zu einem positiven WM-Abschluss für Team Austria - mit einem möglichst gut gefüllten Punkte-Konto.

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