Der neue Vertrag von Markus Gaugisch läuft bis 2028. Damit zeichnet der 51-jährige Schwabe weiter für die Entwicklung und Etablierung der Frauen-Nationalmannschaft im Kreis der Top 5-Nationen verantwortlich. Dies gab der DHB am heutigen Sonntag im Vorfeld des Männer-Länderspiels gegen Kroatien in Hannover bekannt.
Gaugisch übernahm das A-Team 2022 und entwickelte es Schritt für Schritt - mit dem Gewinn der Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft 2025 als vorläufigem Höhepunkt. Dieser Prozess soll nun mit den Olympischen Spielen in Los Angeles mindestens bis 2028 fortgeführt werden.
"Es ist ein Privileg, die Arbeit mit der deutschen Frauenhandball-Nationalmannschaft mit dem Ziel Olympische Spiele 2028 fortsetzen zu dürfen. Ich bin dankbar für das Vertrauen", sagt Gaugisch, der neben dem Moment der Medaille den Weg hervorhob. Der "war für mich als Trainer einfach fantastisch."
"Als Team und handballerisch wollen wir weiter vorhandene Potenziale entwickeln", so der Handball-Bundestrainer, der anfügt: "Wir haben inzwischen eine stabile Basis geschaffen, sodass wir an feineren Formen unseres Spiels arbeiten können. Das ist unsere Aufgabe, um das nächste Level zu erreichen. Ich freue mich auf die kommenden Jahre mit der Nationalmannschaft."
Das sagt die DHB-Spitze
"Kontinuität ist ein Schlüssel für Erfolg, und der gezielt erreichte Erfolg unserer Frauen-Nationalmannschaft trägt die Handschrift unseres Bundestrainers Markus Gaugisch", sagt Ingo Meckes, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes.
"Wir haben vor der Heim-WM mit gegenseitigem Vertrauen einen Weg verabredet, wann und wie wir über den auslaufenden Vertrag sprechen. Diese Aufgabe haben wir nun schnell und erfolgreich gelöst. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem weiteren Engagement von Markus eine zentrale Weiche für den künftigen Erfolg des deutschen Frauenhandballs gestellt haben. Seine Spielphilosophie, seine Mannschaftsführung und seine Talententwicklung sind essenzielle Bausteine", so Meckes.
"Wir sind und bleiben in unserem Engagement für den Frauenhandball beharrlich, denn wir müssen dranbleiben, um den Aufschwung zu stabilisieren und fortzusetzen. Das zu schaffen ist der Wille des gesamten Verbandes", sagt Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes.
"Eine zukunftsfähige Struktur mit Bundesstützpunkten, Ausdauer in der Umsetzung und personelle Kontinuität sind dabei Schlüssel. In diesem Kontext freue ich mich, dass der DHB und Bundestrainer Markus Gaugisch nach WM-Silber als erstem Höhepunkt weiter gemeinsam für die Zukunft des deutschen Frauenhandball arbeiten", führt Michelmann aus.
49 Siege in 76 Spielen
Mit Gaugisch erreichte die Frauen-Nationalmannschaft mehrere Meilensteine: 2024 die erste Qualifikation für Olympische Spiele nach 16-jähriger Absenz und 2025 mit WM-Silber die erste Medaille seit WM-Bronze 2007 sowie das erste Finale seit den Endspielen von 1993 (WM) und 1994 (EM).
Die nächste Herausforderung ist die Europameisterschaft, die vom 3. bis zum 20. Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei stattfindet. Derzeit liegen die DHB-Frauen mit verlustpunktfrei an der Spitze ihrer Qualifikationsgruppe. Im März folgen die Schlüsselduelle mit dem punktgleichen Team von Slowenien, danach folgen im April die Pflichtaufgaben gegen Nordmazedonien und Belgien.
76 Länderspiele bestritt die Handball-Nationalmannschaft der Frauen bislang mit Markus Gaugisch seit dessen Einstand als Bundestrainer am 21. April 2022. Die Bilanz: 49 Siege, ein Remis, 26 Niederlagen. 13 Siege in Folge stehen vom 21. September 2025 (27:22 gegen die Niederlande) bis zum 12. Dezember 2025 (29:23 im WM-Halbfinale gegen Frankreich) in der Statistik.