"Wenn man einen Punkt holt, ist das immer so ein Gefühl", berichtete Nikola Portner nach dem 29:29 der Schweiz gegen Ungarn. "Es kann es ein verlorener oder ein gewonnener Punkt sein. Und, heute war es wirklich so", befand der Torhüter. Wie das Remis nun einzuordnen sei? "Schwer zu sagen."
"Wir führten deutlich, lagen kurz vor dem Ende aber mit einem Tor zurück - und haben dann Charakter bewiesen", so Portner - auch mit Blick auf die Niederlage in der Vorrunde gegen Slowenien, als nach einem identischen Pausenstand von 20:14 und sogar zwischenzeitlicher Neun-Tore-Führung am Ende eine 35:38-Niederlage zu Buche stand: "Wir haben uns gesagt: Okay, das passiert nicht wieder."
Dieses Mal war nach einem 25:18 der Vorsprung auf 25:24 geschrumpft, dann gab es eine Dreier-Serie der Schweiz zum 28:24. Doch die Stabilität ging wieder verloren, fünf Gegentreffer in Folge sorgten für das 28:29. Doch Mehdi Ben Romdahne, der für Portner als siebter Feldspieler im Angriff kam, schaffte den Ausgleich.
"Wir hatten mit dem letzten Angriff auch noch die Chance zum Torerfolg, die wir aber nicht nutzen konnten. So ist es nun mal", erklärte Portner im Gespräch mit dem Pressedienst der EHF mit Blick auf die nervenaufreibenden letzten Minuten - in denen ein Blick von Röthlisberger am Ende die Niederlage das 29:29 sicherte - und dem Team sogar die Chance auf das Halbfinale erhält.» Spielbericht Handball-EM: Schweiz und Ungarn mit dramatischer Punkteteilung
"Jetzt müssen wir weiterarbeiten und uns verbessern", blickte Portner auf die bevorstehenden Partien. Aus dem Remis zog der bis Saisonende noch zwischen den Pfostne des SC Magdeburg stehende Torhüter auch Positives: "Ich bin auch recht zufrieden mit dem Charakter, den wir gezeigt haben. Jetzt müssen wir noch mehr daran glauben, dass wir das Spiel bis zum Schluss durchziehen können."
Ungarn und die Schweiz haben nun einen Punkt in der Hauptrunde, liegen damit aber auch nur noch einen vom zweiten Platz und dem Ticket ins Halbfinale entfernt - Kroatien, Island und Slowenien haben jeweils zwei Pluspunkte. Mit einem Sieg gegen Kroatien könnten sich die Eidgenossen in aussichtsreiche Position bringen, allerdings ist der Gegner Vize-Weltmeister und danach warten noch Island und Tabellenführer Schweden.
"Es wird interessant werden", so Portner gegenüber dem Pressedienst der EHF zum bevorstehenden Duell mit Kroatien. "Ich denke, der Sieg gegen Island hat ihnen ihr Selbstvertrauen zurückgegeben. Sie haben bis heute nicht so gut gespielt, aber jetzt haben sie wieder zu ihrer Form gefunden. Ihre Spielweise mit der starken Verteidigung und dem schnellen Umschaltspiel wird eine große Herausforderung für uns werden."
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