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Schwedens Nationaltrainer über den Druck einer Heim-EM

kicker

Während alle Mannschaften vom Podium träumen, stehen die Gastgeber wohl immer besonders im Rampenlicht - das ist auch für Co-Gastgeber Schweden nicht anders. Seit der ersten EHF-Europameisterschaft der Männer 1994 führt Schweden die Medaillenwertung mit fünf Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille an. Nachdem sie bei den letzten beiden EHF-Europameisterschaften mit Gold und Bronze nach Hause zurückgekehrt sind, gehören sie auch im Januar zum Favoritenkreis.

Im Interview auf der EHF-Homepage spricht Michael Apelgren über die EHF EURO der Männer im eigenen Land. Der 41-Jährige wird die schwedische Nationalmannschaft zum ersten Mal als Cheftrainer begleiten.

Apelgren setzt auf Unterstützung der Fans

Auf die Frage, was Apelgren von der Heimmeisterschaft erwarte, antwortete er: "Vor allem möchte ich das Gefühl genießen, zu Hause zu sein und von vielen schwedischen Fans unterstützt zu werden. Das wird für alle eine große Freude sein. In letzter Zeit war es großartig. Jedes Mal, wenn wir zu Hause spielen, sind die Hallen voll und die Atmosphäre ist fantastisch. Ich kann mir also vorstellen, dass es jetzt, bei einer Europameisterschaft, noch besser sein wird."

Obwohl die Schweden in der Vergangenheit zu einer der besten Mannschaften der Welt zählten, verpassten sie bei der Weltmeisterschaft 2025 das Viertelfinale und belegten am Ende einen enttäuschenden vierzehnten Platz. Cheftrainer Michael Apelgren ist jedoch überzeugt, dass seine Mannschaft vor heimischem Publikum ihre ganze Stärke zeigen wird.

Der Druck ist groß

Dennoch spüre das Team den Druck als Co-Gastgeber etwas stärker: "Wenn es um Nationalmannschaften geht, gibt es natürlich immer Druck, denn es gibt nichts dazwischen - entweder ist es fantastisch oder schrecklich. So ist es nun einmal, wenn man an einem solchen Turnier teilnimmt, im Vergleich zum Vereinshandball. Der Druck ist also immer da. Aber natürlich spüren wir diesen Druck auch wegen der letzten Meisterschaft, die nicht erfolgreich war. Man kann sagen, dass wir viele Verletzungen hatten, was auch stimmt, aber das spielt keine Rolle. Wenn die Leute uns beurteilen, werden wir es zu hören bekommen, wenn es nicht gut genug ist."

Felix Claar als Schlüsselspieler

Auf die Frage nach der größten Stärke seiner Mannschaft und wer die Schlüsselspieler im Team seien, antwortete Apelgren wie folgend auf der Homepage der EHF: "Es sind die Spieler, die beim letzten Mal nicht dabei waren. Wir hatten vier Spieler, die im Champions-League-Finale gespielt haben, aber nicht bei der Weltmeisterschaft dabei waren, und der vielleicht bekannteste Name ist Felix Claar. Ich würde sagen, dass er ein Schlüsselspieler für uns ist."

Außerdem nannte der 41-Jährige die Abwehrspezialisten Max Darj und Oscar Bergendahl, die beide in der Bundesliga unter Vertrag stehen. "Wir hoffen, dass das für uns einen großen Unterschied machen kann. Für mich sind das also die Schlüsselspieler. Unsere Stärke liegt also ein bisschen darin, dass wir eine aggressive Mannschaft in der Abwehr sein wollen, die viele Konter läuft."

Schwierige Gruppenphase

Als größte Herausforderung nannte Apelgren den Kader: "Es geht darum, alle Spieler zurück zu haben, und damit werden wir meiner Meinung nach gefährlich sein. Natürlich haben wir eine schwere Gruppe in Malmö und müssen diese zuerst überstehen. Wenn wir das schaffen, können wir für alle ein schwieriger Gegner sein. Das ist meine Einschätzung, das wird wichtig sein", so der Schwede auf der Homepage der EHF.

In Malmö trifft die schwedische Nationalmannschaft auf starke Gegner: Die Niederlande und Kroatien warten. Dazu kommt Außenseiter Georgien. Obwohl die Niederländer laut Apelgren nicht so viele Top-Spieler wie andere Nationen haben, sieht er die Gefahr darin, dass sie direkt im ersten Duell aufeinandertreffen.

Obwohl er von einer "schwierige(n) Gruppe" spricht, wollen die Schweden Mitte Januar wieder angreifen und es besser machen als beim letzten Turnier.