Lukas Laube hat im Sommer mit seinem Wechsel zum THW Kiel ein Ausrufezeichen gesetzt und erlebt beim Rekordmeister eine neue Dimension des Spitzenhandballs. "Titel gehören zur DNA des Klubs und entsprechend hoch sind die Erwartungen", beschreibt der 25-Jährige den Alltag an der Förde. Besonders prägend sei die kompromisslose Siegermentalität: "Man spürt, dass man jedes Spiel gewinnen will, unabhängig vom Gegner."
Diese Haltung will Laube nun auch in die Nationalmannschaft einbringen. Mit Blick auf die kommende Europameisterschaft formuliert er ambitionierte Ziele: "Unser klares Ziel als Team ist es, die Hauptrunde zu erreichen. Wenn wir mutig auftreten und als Einheit funktionieren, ist definitiv mehr möglich."
Shootingstar bald in der HBL
Auch für Luca Sigrist läuft die Saison ereignisreich. Beim HC Kriens-Luzern ist der Spielmacher Teil eines Spitzenteams in der Quickline Handball League und durfte Ende Oktober mit der Einweihung der neuen Pilatus Arena ein Highlight erleben. "Wir fühlen uns nun endlich so richtig zuhause. Die Stimmung ist super und die Energie der Zuschauer spüren wir auf dem Feld", sagt der 22-Jährige.
Trotz frühem Cup-Aus und dem Ende der European-League-Reise bleibt der Fokus auf der Meisterschaft. Individuell hält sich Sigrist bewusst zurück: "Ich werde weiterhin immer alles geben und mit dem Team wollen wir natürlich das Bestmögliche rausholen." Gleichzeitig wirft sein bevorstehender Wechsel zur MT Melsungen in die Bundesliga seine Schatten voraus, ebenso wie seine gewachsene Rolle im Nationalteam nach den Verletzungen von Zehnder und Schelker: "Mit mehr Spielzeit wächst auch immer die Verantwortung."
Lernen vom Profi
Bundesliga-Luft schnuppert seit dieser Saison auch Gino Steenaerts bei den Rhein-Neckar Löwen. Der Rechtsaußen muss sich im hochklassigen Umfeld gedulden, bleibt aber zuversichtlich: "Sie haben einen Plan mit mir und dem vertraue ich." Besonders profitiert er vom täglichen Austausch mit Routinier Patrick Groetzki: "Man kann davon eigentlich fast nur profitieren. Er sieht, was ich noch verbessern kann."
Auch im Nationalteam geht es für den Youngster weiter aufwärts: der Yellow Cup und die EM in Skandinavien sorgen für Vorfreude. "Es ist eine enorme Vorfreude vorhanden. Hoffentlich kann ich dort auch etwas mehr spielen", so Steenaerts. Der Yellow Cup, der am 8. Januar 2026 in Winterthur beginnt, wird damit zur wichtigen Standortbestimmung für drei Schweizer Nationalspieler mit ganz unterschiedlichen Saisonverläufen - aber einem gemeinsamen Ziel.
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