Das jüngste Team des Turniers holte sich bei der Europameisterschaft in Polen am Ende mit einer überragenden Leistung in der Deckung einen 24:17-Erfolg gegen Spanien den Titel.
Rune Dahmke war bei dem Turnier in Polen der einzige Linksaußen, auch weil der damalige Kapitän Uwe Gensheimer verletzt ausfiel und sich auch Ersatz Michael Allendorf vor der EM abmeldete. Dahmke, damals 22 Jahre alt, ist immer noch bei seinem Stammverein THW Kiel und hat seinen Vertrag im Dezember 2023 bis 2026 verlängert.
Zusätzlich mussten Patrick Groetzki (Wadenbeinbruch) und Patrick Wiencek (Kreuzbandriss) ihre Teilnahme an der Europameisterschaft 2016 im Vorfeld absagen. "Deutschland ist die beste Nation, um solche Verletzungen zu kompensieren", hatte sich Bundestrainer Sigurdsson betont gelassen gezeigt.
Andreas Wolff (THW Kiel) und Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen) spielten 2016 gemeinsam mit Steffen Fäth bei der HSG Wetzlar. Keiner spielt mehr bei den Mittelhessen, Fäth ging 2023 zurück zu seinem Jugendverein, dem Bezirksoberligisten HSG Goldstein/Schwanheim.
Dissinger, Kühn und Schmidt im europäischen Ausland aktiv
Linkshänder Kai Häfner kam damals im Laufe des Turniers von der heimischen Couch und integrierte sich nahtlos. Der mittlerweile beim TVB Stuttgart spielende Rückraumspieler rückte zum sechsten Spiel für den verletzten Steffen Weinhold in die Mannschaft.
Weinhold war neben Dahmke und Christian Dissinger einer von drei Spielern, die 2016 im Trikot des Rekordmeisters THW Kiel aktiv waren. Nach der Saison 2023/24 wurde der Linkshänder nach zehn Jahren bei den Zebras feierlich verabschiedet. Dissinger, der sich im Hauptrundenspiel gegen Russland verletzte, spielt aktuell für den ungarischen Erstligisten Györ.
Dritter Klub mit drei Europameistern war der VfL Gummersbach. Torhüter Carsten Lichtlein ist mittlerweile Torwarttrainer der MT Melsungen. Julius Kühn wechselte im Sommer 2025 erstmals ins Ausland, ihn zog es zu AEK Athen und damit auch zu Erik Schmidt, der bereits 2024 von der HSG Wetzlar nach Griechenland gewechselt war. Simon Ernst hat es hingegen zum SC DHfK Leipzig verschlagen.
Sellin ist HCE-Trainer, Pieczkowski hört auf
Zuletzt in Melsungen aktiv war Finn Lemke, der im Sommer 2023 aus gesundheitlichen Gründen seine Karriere beendete. Lemke ist mittlerweile Co-Trainer der MT und sowohl bei den Nordhessen als auch für den Deutschen Handballbund im Rahmen der Nachwuchsförderung aktiv ist.
Johannes Sellin ist hingegen von Melsungen zum HC Erlangen weitergezogen, hat nach seinem Laufbahnende zunächst die Drittliga-Reserve übernommen und ist mittlerweile Cheftrainer des Bundesligisten. Auch Martin Strobel hat seine Laufbahn beendet, ist mittlerweile als Coach auch ein Experte für Teamentwicklung.
Tobias Reichmann, damals einziger Legiönär im deutschen Kader, beendete im Mai 2025 ebenfalls seine Profi-Karriere. Nun hat sich der Dyn-Experte und handball-world-Kolumnist dem Los Angeles Team Handball Club angeschlossen.
Die restlichen Europameister von damals sind auch immer noch im Bundesliga-Zirkus unterwegs. Fabian Wiede ist seinen Füchsen Berlin weiterhin treu geblieben, Hendrik Pekeler ist von den Rhein-Neckar Löwen zum THW Kiel zurückgekehrt und auch Niclas Pieczkowski geht mit dem Zweitligisten VfL Eintracht Hagen wieder für einen Klub auf Torejagd, für den er schon vor seinem Bundesliga-Debüt spielte. Für den Sommer 2026 hat Pieczkowski sein Karriereende angekündigt.
Die Handball-Europameister von 2016