Mit der ersten Phase der Partie war Bennet Wiegert nicht zufrieden, wie er im Anschluss verriet: "Meinen Empfinden nach lassen wir heute anfangs zu viel liegen. Das hätte ich mir anders gewünscht." Tatsächlich: Szeged zog direkt auf 3:0 davon, Saugstrup und Mertens vergaben drei Bälle. Es dauerte bis zur 13. Minute, als Magnusson beim 6:5 die erste Magdeburger Führung erzielen konnte.
Im Anschluss setzte sich der SCM aber schnell auf zunächst drei, bis zur Pause sogar auf sechs Tore ab. Dies konnte auch Wiegert anerkennen: "Die Mannschaft kämpft sich zurück und das zeichnet den SCM auch aus", schwärmte der 43-Jährige. Auch Torhüter Matej Mandic, der insgesamt elf Parden zeigte, fand viel Lob für seine Vorderleute: "Die Defensive war heute sehr wichtig. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt und einige einfache Tore erzielt." Die Pausenführung habe es anschließend "leichter gemacht", so der Bosnier.
Erneut seien es auch die Fans in der Getec-Arena gewesen, die die Mannschaft nach vorne gepusht hätten: "Ich spiele sehr gerne vor unserem Publikum, das gibt einem zusätzliche Energie", erklärte der 23-Jährige. Getragen von der nicht ganz ausverkauften Halle baute der SCM den Vorsprung zwischenzeitlich auf neun Tore aus (26:17, 38. Minute). Am Ende stand ein souveränes 40:32 auf der Anzeigetafel. "Es ist schön, dass wir das Jahr in der Champions League so beenden", freute sich Wiegert. Szegeds Trainer Michael Apelgren musste anerkennen: "Wir konnten sie nicht verteidigen. Magdeburg ist eben Magdeburg."
Viertelfinale so gut wie sicher
Genau wie die Füchse Berlin, hat Magdeburg nun vier Matchbälle, um sich vorzeitig für das Viertelfinale zu qualifizieren. "Das macht uns wahnsinnig stolz, aber nicht satt", erklärte Wiegert. Wenig überraschend will sich der Trainer aber nicht mit einem Sieg zufrieden geben: "Wir wollen auch im nächsten Jahr weiter gewinnen. Das ist unser Mindset, das ist der SCM."
Der Ball in der Königsklasse ruht nun vorerst, in der Liga warten aber noch in diesem Jahr wahre Topspiele. Unter anderem stehen Gummersbach und Kiel auf dem Programm, im Pokal kommt Flensburg an die Elbe. Wie gewöhnlich bleibt dem SCM kaum Zeit zum Durchschnaufen, bereits am Sonntag empfangen sie Frisch Auf Göppingen.
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