Das ging gerade noch einmal gut für den SC Magdeburg: Beim Bergischen HC konnte der Tabellenführer erst 15 Sekunden vor dem Ende den Deckel zum 27:25 (11:11)-Endstand draufmachen. Bis dahin war es eine Partie auf Augenhöhe, in der der BHC mit Comebacker Eloy Morante Maldonado den Gästen alles abverlangte.
"Der BHC spielt einen guten Handball, hat ein enormes Kämpferherz und genau das, was man im Abstiegskampf benötigt. Deshalb war ich nicht überrascht, was heute hier passiert ist", musste SCM-Coach Bennet Wiegert anerkennen. Er sei eher überrascht gewesen, "wie wir angegriffen haben", so der 44-Jährige.
"Gisli Kristjansson war annährend abgemeldet, Omar Ingi Magnusson hat sich extrem schwergetan", nahm er seine Stars im Rückraum in die Kritik. "Da hat natürlich Felix Claar in seiner heutigen Verfassung geholfen", lobte er hingegen Magdeburgs Halblinken. Der Schwede stand am Ende bei zehn Treffern, drei davon erzielte er in den entscheidenden letzten sieben Minuten.
SCM kann sich nicht absetzen
Denn auch im zweiten Durchgang verpasste es der amtierende Champions-League-Sieger trotz einiger Führungen, die Partie endgültig auf seine Seite zu kippen. "Dann ist der BHC im Glauben an sich selbst und seine Stärken so gut, dass er noch mal auf Unentschieden stellt", blickt Wiegert zurück.
Der Ausgang der Partie hing an Kleinigkeiten, wie auch der SCM-Trainer gestehen musste: "Dann kann es in beide Richtungen ausgehen. Deshalb bin ich extrem erleichtert, dass wir die zwei Punkte mit nach Magdeburg nehmen, weiß aber, dass nicht viel gefehlt hat, um Punkte zu verlieren."
Der "sich extrem schwertuende" Magnusson, der zusätzlich zu seinen drei Feldtoren alle sechs Siebenmeter verwandelte, fand: "am Ende bringen wir mehr Energie ins Spiel - das war der Schlüssel."
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