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"Wir sehen, was Kai leistet": DHB spricht über Häfner-Comeback

kicker

Überragender Akteur des TVB Stuttgart war Kai Häfner zuletzt beim 29:29 gegen den SC DHfK Leipzig nicht. Lediglich 50 Prozent seiner zehn Versuche landeten im Tor, mit fünf Treffern zählte Häfner aber trotzdem mal wieder zu den besten Torschützen seiner Mannschaft. In der Torjäger-Liste der Bundesliga bleibt der 36-Jährige (202 Tore) damit erster Verfolger von Welthandballer Mathias Gidsel (227).

Der Routinier weist damit aktuell deutlich bessere Werte als die in der Nationalmannschaft auf seiner Position gesetzten Renars Uscins und Franz Semper auf. Unter anderem deshalb hatte handball-world sich vergangene Woche die Frage gestellt: Muss Häfner zurück ins Nationalteam? Auf Nachfrage hatte Häfner selbst sich jedenfalls offen gezeigt, sollte Bundestrainer Alfred Gislason sich melden.

Trainerteam um Gislason hat Häfner im Blick

Bevor der Isländer am heutigen Vormittag auf einer Pressekonferenz spricht, hat sich nun Teammanager Benjamin Chatton zu einem möglichen Häfner-Comeback geäußert. "Wir sehen, was Kai in dieser Saison wieder leistet. Zudem wissen wir, dass Kais Herz auch nach seinem offiziellen Abschied 2024 immer für die deutsche Handball-Nationalmannschaft schlagen wird", sagt der 45-Jährige gegenüber handball-world.

Für die anstehenden Länderspiele diese Woche gegen Ägypten war Häfner zwar nicht nominiert worden. Mit Blick auf die Heim-WM im kommenden Januar hatte er aber bereits zugegeben, dass ein Turnier im eigenen Land immer "etwas Besonderes" sei. Kehrt der Europameister von 2016 also spätestens für die WM in den Kader zurück?

Chatton im Austausch mit Häfner

Ausschließen will Chatton das jedenfalls nicht. "Mit einem erweiterten WM-Kader beschäftigen wir uns intensiv ab Herbst, die WM-Nominierung folgt frühestens Mitte Dezember", sagt der Teammanager. Bis dahin wird der DHB also wohl intensiv die Leistungen Häfners für den TVB Stuttgart in der Bundesliga verfolgen.

Schon für die vergangene Europameisterschaft hatte Häfner sich als "Backup" für den 35er-Kader nominieren lassen und wäre im Notfall eingesprungen. "Das wissen wir sehr zu schätzen und tauschen uns mit Kai weiter vertrauensvoll aus", sagt Chatton.