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"Wir sind nicht Favorit": Deutschland fordert den Titelverteidiger

kicker

Aus Rotterdam berichtet Merle Klingenberg

"Wir sind nicht Favorit gegen Frankreich, aber die Mannschaft weiß, was sie kann. Das ist eine gute Voraussetzung", stellte Sportvorstand Ingo Meckes am Donnerstagvormittag bei einem Medientermin klar. Das Team sei "locker, fokussiert und gierig. Man spürt, die Frauen wollen mehr."

Zum ersten Mal seit 2008 hat sich das DHB-Team für das Halbfinale qualifiziert. Entsprechend gut ist die Stimmung im Team. "Wir haben gut gespielt, sind breit aufgestellt, sind alle fit. Ich glaube, dass wir uns schon weiterentwickelt haben", sagt Markus Gaugisch. Im Halbfinale wartet nun jedoch niemand geringeres als der Titelverteidiger.

"Frankreich ist eine Weltklasse-Mannschaft. Die haben echt Coolness. Sie verlieren gegen die Niederlande, aber gestern im Knackpunktspiel sind sie wieder da. Die haben schon viel erlebt und ziehen das ab", so der Bundestrainer mit Blick auf den Kontrahenten. Der 52-Jährige schlussfolgert: "Du musst eine gewissen Coolness gegen Frankreich mitbringen". Doch das Team habe "keine Angst" vor der Aufgabe: "Wir sind jetzt hier und das ist kein Zufall."

"Du darfst nicht nervös werden"

Gaugisch muss seine Mannschaft auf viele Möglichkeiten einstellen: "Variantenreich sind sie. Alle Spielerinnen sind top vorbereitet und auch ausgebildet. Sie können defensiv immer wieder in unterschiedliche Formationen switchen. Es gibt immer wieder unterschiedliche Lösungen auf die gleiche Handlung", so der Bundestrainer.

Das Wichtigste im Halbfinale? "Du darfst nicht nervös werden, wenn sofort wieder eine neue Situation da ist. Wir müssen jede Situation lesen", so Gaugisch. Ausrechenbar ist Frankreich selten. "Estelle Nze Minko und weitere Spielerinnen, die die letzten Jahre geprägt haben, sind nicht dabei. Aber alles, was auf der Platte ist, ist trotzdem high-end super. Sie sind eine Weltklasse-Mannschaft."

Wie unberechenbar Frankreich tatsächlich ist, bewies der Titelverteidiger im Viertelfinale gegen Dänemark: Kreisläuferin Pauletta Foppa spielte überwiegend im Rückraum. "Das ist schon etwas Außergewöhnliches. Das zeigt aber auch, dass sie auf dieser Position vielleicht das ein oder andere Problem haben", so Gaugisch, der das DHB-Team auch auf das Spiel mit zwei Kreisläuferinnen vorbereitet.

Abwehr als Schlüssel

"Gegen gute Kreisspielerinnen haben wir jetzt schon Erfahrungen gesammelt. Deshalb glaube ich, dass wir eine gute Höhe haben. Wir sind gut im Umlaufen dieser Physis. Wichtig wird sein, dass wir nicht versuchen, hinter diesen Kreisspielerinnen zu verteidigen. Das ist bei Sarah Bouktit definitiv sofort ein Tor. Das wird die Aufgabe sein. Aber wir sind bereit", betont Gaugisch einmal mehr.

Eine, die sich bestens mit den Französinnen auskennt, ist Annika Lott, die bei Brest Bretagne mit vielen Nationalspielerinnen zusammenspielt. "Sie haben viele Möglichkeiten. Sie haben jetzt auch viele junge Spielerinnen, die neu hochgekommen sind und es auch sehr gut machen. Frankreich ist einfach ein Handballland. Sie sind seit Jahren erfolgreich, deswegen bin ich gespannt. Sie machen es gut bisher."

Für ein erfolgreiches Halbfinale benötigt Deutschland "eine starke Abwehr, wie wir es jetzt das ganze Turnier schon gezeigt haben und dann müssen wir schnell nach vorne. Ich glaube, das wird der Schlüssel zum Erfolg", analysiert die Rückraumspielerin.

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