Kombiniererin Nathalie Armbruster hat beim Weltcup-Auftakt in Trondheim einen Traumstart nur hauchdünn verpasst, ist aber gleich als Zweite auf dem Podest gelandet. Die Gesamtweltcupsiegerin der vergangenen Saison musste sich nach einem Sprung und dem Fünf-Kilometer-Lauf im Foto-Finish nur ihrer norwegischen Rivalin Ida Marie Hagen geschlagen geben. Am Ende fehlte eine Hundertstelsekunde. Nach dem Springen hatte Armbruster auf Platz drei gelegen.
"Ich denke, so kann man mal in die Saison starten", sagte die dennoch sehr glückliche 19-Jährige. "Ich habe mich gut gefühlt während des Rennens. Nach der Virusinfektion vor ein paar Wochen hatte ich nicht damit gerechnet. Ich bin wirklich stolz", erklärte die Schwarzwälderin und Bundestrainer Florian Aichinger ergänzte: "Es ist ein starker Auftakt der Mannschaft gewesen. Nathalie hatte im November noch einen Infekt. Da wussten wir nicht, wo sie im Vergleich zur Konkurrenz steht."
Nach dem Springen hatte Armbruster auf Platz drei gelegen. Die Norwegerin Ingrid Laate setzte sich mit 58 Sekunden Vorsprung auf die Finnin Heta Hirvonen und 1:08 Minuten auf Armbruster an die Spitze - die laufschwache Laate wurde durchgereicht. Hagen lag 23 Sekunden hinter Armbruster zurück.
Die weiteren drei DSV-Starterinnen Jenny Nowak, Trine Goepfert und Ronja Loh belegten die Ränge zwölf bis 14. Dritte wurde Alexa Brabec (+13,8 Sekunden) aus den USA.
Westvold Hansen hofft anderweitig auf Olympia-Teilnahme
Mit einer Kontrahentin muss sich Armbruster in diesem Winter nicht herumschlagen: Weltcup-Rekordsiegerin Gyda Westvold Hansen (Norwegen) ist zu den Spezialspringerinnen gewechselt - sie hat damit die Chance auf eine Olympia-Teilnahme.
Dafür ist Tara Geraghty-Moats zurück. Die US-Amerikanerin hatte im Dezember 2020 das erste Frauen-Rennen der Weltcup-Geschichte gewonnen - es war das einzige jener Saison, Geraghty-Moats holte damit den "Gesamtweltcup". Nach zuletzt vier mäßigen Biathlon-Jahren versucht es die Pionierin nun wieder in der "NoKo", beim Comeback reichte es nur zu Platz 19.
17-jährige Österreicherin startet furios
Aus österreichischer Sicht gab es mit dem vierten Platz der 17-jährigen Katharina Gruber (+45,2) einen furiosen Saisonstart. Ihr bisher bestes Weltcupergebnis war ein 14. Rang in Seefeld gewesen. Lisa Hirner lief als Sechste (+57,7) ebenfalls unter die besten Acht.
Das Ergebnis im Überblick