Vier Monate nach ihrem sensationellen WM-Gold krönte sich Anna Elendt im 25-m-Becken nun auch zur Europameisterin über die 200 m Brust. Die 24-Jährige schlug in 2:18,16 Minuten an und holte sich so Gold - und damit zugleich ihre erste Medaille bei einer Europameisterschaft. Am Mittwoch hatte die Frankfurterin den Sprung aufs Podium noch haarscharf verpasst, als sie über die 100 m Brust das Podium um eine Hundertstelsekunde verpasste und nur Vierte wurde. Auf der Langbahn war Elendt auf dieser Strecke im Sommer in Singapur noch Weltmeisterin geworden.
Ausnahmeschwimmerin Isabel Gose sicherte sich indes mit deutscher Rekordzeit von 8:01,90 Minuten über 800 m Freistil ihre bereits zweite Goldmedaille bei den Titelkämpfen in Polen. Nur drei Tage nach ihrem Triumph inklusive Europarekord (3:54,33 Minuten) über 400 m Freistil pulverisierte Gose über die doppelte Distanz den deutschen Rekord und schwamm eindrucksvoll zum Titel. Die bis dato gültige nationale Bestmarke von 8:05,42 Minuten hatte Gose im vergangenen Jahr aufgestellt, diese nun aber um fast vier Sekunden unterboten; ein neuer Meisterschaftsrekord war die Zeit übrigens auch.
Edelmetall auch für Werner und Holt
Mit Maya Werner gewann eine Vereinskollegin der Magdeburgerin ebenfalls Edelmetall. Werner sicherte sich in 8:14,41 Minuten Bronze, Silber ging an Simona Quadarella aus Italien (8:03,00). Angelina Köhler, die bei der vergangenen Kurzbahn-EM über die 100 m Schmetterling noch Silber gewonnen hatte, verpasste diesmal eine Medaille. Die Berlinerin wurde mit einer Zeit von 55,83 Sekunden Sechste.
Das vierte Edelmetall für den DSV und wie in Werners Fall ihr erstes gewann Nina Holt. Über 100 m Rücken schlug sie in 56,72 Sekunden an, was für Bronze ausreichte. Schon nach dem Vorlauf und dem Halbfinale hatte sich ein Podestplatz der Magdeburgerin angedeutet - in beiden Rennen hatte sie den deutschen Rekord jeweils verbessert und auf 56,60 Sekunden runtergeschraubt. Im finalen Rennen blieb sie zwar unter ihrer Bestmarke, schneller waren allerdings nur Lauren Cox aus Großbritannien (56,51 Sekunden) und Maaike de Waard aus den Niederlanden (56,62).