Adelbodens Gemeindepräsident Willy Schranz betont gegenüber SRF: "Wir schauen, dass alles in Ordnung ist, damit so etwas nicht eintreffen kann. Da sind wir gefordert." Besonders Barbetreiber werden sensibilisiert, ihre Betriebe sicher zu gestalten. Schranz zeigt sich zuversichtlich: "Ich bin mir sicher, dass die Betreiber alles daran setzen, dass wir keine Wiederholung von einem solchen Ereignis haben werden."
Auch in Wengen wird die Sicherheit grossgeschrieben. Dort plant Gemeindepräsident Karl Näpflin am Montag konkrete Massnahmen im Gemeinderat. "Die Gemeinde wird ein Auge auf die Gastrobetriebe und die Nachtlokale werfen und diese mindestens dazu auffordern, dass alle den eigenen Betrieb nochmals kontrollieren und schauen, ob wirklich alles sicher ist", erklärte Näpflin gegenüber SRF.
Besonderes Augenmerk liegt auf Fluchtwegen, der Sicherheit in Garderoben sowie der Vermeidung von offenem Feuer. Näpflin fordert ausdrücklich, auf Kerzen und andere offene Flammen zu verzichten: "Das wäre das Schlimmste." Auch die Ausstattung der Garderoben steht im Fokus: Sind sie sicher? Sind Fluchtwege frei und klar gekennzeichnet? Diese Fragen müssen geklärt werden.
Trotz der Tragödie in Crans-Montana und der Forderung, Nachtlokale zu schliessen, bleibt dies in Adelboden und Wengen vorerst ausgeschlossen. "Das dürfe die Gemeinde nicht", sagt Näpflin. Stattdessen werde genauer hingeschaut - eine klare Verpflichtung.