Beim fünften Riesenslalom des Winters war das obere Flachstück am Zauberberg aufgrund von Schneemangel nicht Bestandteil des Rennens. Auf verkürzter und sehr ruppiger Piste hatte Julia Scheib die erste Richtzeit gesetzt. Knapp vor Lara Colturi reichte es für die Österreicherin fast zeitgleich mit der nach dem ersten Durchgang führenden Sara Hector zunächst zu Platz zwei.
Robinson ereilt das Aus
Alice Robinson, die wie Scheib bereits zweimal in dieser Saison triumphiert hatte, riskierte zu viel und schied wie viele weitere Läuferinnen aus. Lena Dürr hatte von den deutschen Starterinnen als 14. mit 1,76 Sekunden bereits gehörigen Rückstand. "Das war schon eine schwierige Nummer", sagte Dürr in der ARD vor dem zweiten Lauf, "ich bin nicht so richtig reingekommen". Das galt mehr für Emma Aicher (Platz 23), weniger für Jana Fritz, die als 24. überraschte, während Fabiana Dorigo ausschied.
Dürr verbessert sich auf Platz 10 - Scheib zum Dritten
Im End-Klassement landete Dürr nach gutem zweiten Durchgang als Zehnte in den Top Ten, Punkte sammelten auch Aicher als 19. sowie bei ihrem erst vierten Weltcupeinsatz Fritz auf Rang 24.
Vorne kam es nach einem hervorragenden Lauf von Camille Rast, die sich die Führung krallte, zum Showdown der ersten Drei. Dieser begann mit dem frühen Ausscheiden von Colturi, die überpacte und ein Tor verpasste. Scheib behielt die Nerven, im Zielhang überflügelte die 27-Jährige Rast um 14 Hundertstel und blickte nach oben: Weil Hector in der Schlusssequenz zu rund um die Tore herumschwang und wichtige Zehntel liegen ließ, fiel die Schwedin auf Platz drei zurück.
Scheib jubelt damit über ihren schon dritten Weltcup-Erfolg in dieser Saison im Riesenslalom, wo sie von Robinson das Rote Trikot übernommen hat.
Das Ergebnis im Überblick