Der Franzose zeigte sich begeistert: "Es war immer mein Lieblingsrennen. Es war mein erstes Weltcuprennen, dann holte ich hier zum ersten Mal Punkte und jetzt mein zweites Podest. Es ist einfach unglaublich", wie er vom Blick zitiert wurde.
Der 25-jährige Norweger Lucas Braathen beeindruckte mit einem explosiven zweiten Lauf, in dem er sogar die gleiche Zeit wie Sieger Odermatt erreichte. Am Ende des Rennens stand ihm der Schweiss auf der Stirn und Blut tropfte von seinem Finger. Doch die Verletzung bemerkte er kaum: "Ich habe keine Ahnung, warum ich blute", sagte Braathen lachend. "Mein Adrenalin geht gerade so durch die Decke, dass ich meinen Finger verlieren könnte und ich würde nichts spüren." Für ihn war das Rennen eine emotionale Achterbahnfahrt: "Es hat wirklich sehr viel Spass gemacht heute. Es war laut, emotional und brutal. Wirklich alles auf einmal. Genau das ist Skifahren."
Auf den dritten Platz fihr der 27-jährige Léo Anguenot - und das mit einer bemerkenswerten Ruhe und Präzision. Nach sieben Jahren im Weltcup darf sich der ehemalige vierfache U-17-Wasserski-Europameister über seine erste "Trychle" in Adelboden freuen. "Ich habe einfach versucht, ruhig zu bleiben und schöne Kurven zu machen. Nicht mehr und nicht weniger", erklärte Anguenot seine Erfolgsstrategie. Die eisige Piste mit ihren Wellen und steilen Passagen sowie die dichte Atmosphäre am Chuenisbärgli scheinen ihm zu liegen: "Ja, ich mag dieses Wetter und diese Atmosphäre mit diesem Publikum."
Für den Franzosen ist der Erfolg in Adelboden etwas ganz Besonderes. Hier bestritt er sein erstes Weltcuprennen, holte seine ersten Punkte und nun sein zweites Podium. Ein unvergesslicher Moment für ihn - und ein weiterer Beweis dafür, dass Geduld und Präzision sich im Skisport auszahlen.