Marco Schwarz war einer der grössten Hoffnungsträger. Doch bereits im ersten Lauf büsste er 2,13 Sekunden auf den führenden Finnen Eduard Hallberg ein und landete nur auf Rang 36. "Das hat nicht viel mit Slalomfahren zu tun gehabt", sagte er gegenüber ORF, sichtlich enttäuscht. Im Dezember 2023 hatte Schwarz noch an gleicher Stelle seinen bislang letzten Slalom-Sieg gefeiert. Diesmal blieb er weit entfernt von einem Erfolg. "Es war einfach schlecht", lautete sein Fazit. Das Material sei nicht schuld, "da muss ich mich selber an der Nase nehmen."
Auch seine Teamkollegen tun sich schwer. Michael Matt wird als bester Österreicher Zwölfter, Johannes Strolz landet auf Rang 17. Seit dem Weltcupfinale 2024 warten die Österreicher auf einen Podestplatz im Slalom. Den letzten Sieg holte Manuel Feller am 25. Februar 2024 in Palisades Tahoe (USA). "Wenn du hier nicht Gas gibst und am Limit fährst, bist du gleich mal 20., 25. - dafür fahre ich nicht Ski", sagte Feller nach seinem Ausscheiden im zweiten Lauf. Sein Speed sei zwar nicht schlecht gewesen, aber ohne Resultate bringe das nichts. Seine Einstellung: "Ich kann nicht mehr als weitermachen."
Trainer Marko Pfeifer schlägt ebenfalls kritische Töne an. Im Interview mit ORF analysiert er die Probleme seines Teams. "Damit können wir nicht zufrieden sein", sagt er. Er sieht die gestiegene Konkurrenz als Herausforderung. "Da fährt jeder auf der letzten Rille. Und wir sind teilweise zu brav unterwegs." Das Team wisse zwar, woran es arbeite, doch die mangelnden Ergebnisse würden das Selbstbewusstsein der Athleten schwächen.
Pfeifer übt zudem Kritik an der Kurssetzung im Weltcup. "Die ist teilweise zu leicht", erklärt er. Ein Blick auf die Zeiten zeigt: Der Halbzeit-Zehnte lag nur sechs Zehntel zurück. "Den zweiten Lauf finde ich schon spannender. Es gehören schon ein bisschen schwierigere Kurse in den Weltcup." Der zweite Lauf in Madonna wurde zwar vom österreichischen Trainer Robert Füss gesteckt, geholfen hat das den Athleten jedoch nicht.