Danioths Karriere war von schweren Verletzungen geprägt: Vier Kreuzbandrisse, sieben Knieoperationen und ein Bandscheibenvorfall hätten viele Athleten zum Aufgeben bewogen. Doch die Andermatterin blieb stets positiv: "Jetzt bin ich einfach glücklich", sagte sie nach ihrem Erfolg in Copper Mountain gegenüber dem Blick.
Besonders beeindruckend ist, dass Danioth dieses Resultat unter schwierigen Bedingungen erzielte. "Bei schlechter Sicht ist es schwierig. Das weiss auch jeder Hobbyskifahrer, der einmal verletzt war", erklärte sie.
Trotz ihrer Verletzungshistorie fühlt sich Danioth körperlich stark. Ihr rechtes Knie, das fünfmal operiert wurde, hat volle Beweglichkeit zurückerlangt - eine Seltenheit bei Ski-Profis mit ähnlichen Verletzungen. "Ich habe sogar mehr Kraft im Bein als früher", betonte sie.
Mentale Stärke spielt eine entscheidende Rolle in Danioths Comeback. Der schwere Sturz von Lara Gut-Behrami vor zwei Wochen weckte Erinnerungen: "Als ich die Nachricht las, kamen Gefühle hoch. Das ist bei mir anders als bei Athletinnen, die das Kreuzband noch nie oder nur einmal gerissen haben."
Danioth sieht den Slalom nicht nur als mentale Herausforderung, sondern auch als Fleissarbeit: "Je mehr Stangen du fährst, desto sicherer wirst du. Früher fehlten mir wegen der Verletzungen viele Einheiten. Jetzt nicht mehr."
Nach ihrem Erfolg in Copper Mountain blickt Danioth optimistisch in die Zukunft. Sie wird zunächst im Europacup starten, bevor sie am 16. Dezember beim Weltcup-Slalom in Courchevel antritt. Ihre Einstellung bleibt dabei unverändert positiv: "Umso mehr freue ich mich auf das, was kommt."