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Dreifacher Olympiasieger Mayer spricht offen über mentale Probleme

kicker

Der dreifache Olympiasieger Matthias Mayer erklärte vor drei Jahren überraschend seinen Rücktritt. In einem Interview mit ORF spricht Mayer nun offen über die mentalen Herausforderungen, die er seitdem bewältigen musste. Der 36-jährige Kärntner reflektiert über eine Zeit, die von Höhen und Tiefen geprägt war. "Es war eine herausfordernde Zeit".

Besonders der Vorfall in Kitzbühel im Januar 2024, bei dem er durch auffälliges Verhalten einen Polizeieinsatz auslöste, markierte einen Tiefpunkt. "Das muss ich schon sagen. Es ist mir mental einfach nicht gut gegangen", erklärt der ehemalige Skirennfahrer rückblickend. Die Gründe für seine psychischen Probleme sind für Mayer selbst nicht vollständig geklärt.

Er spekuliert über mögliche Ursachen: "Woher das kam oder warum das alles passiert ist, schwer zu sagen. Aber ich hatte einmal eine schwerere Kopfverletzung, vielleicht rührt es daher und ist dadurch entstanden." Auch der abrupte Übergang vom aktiven Spitzensport ins neue Leben könnte eine Rolle gespielt haben.

Trotz dieser Schwierigkeiten hat Mayer neue Aufgaben gefunden. Er engagiert sich als Vizepräsident des Kärntner Skiverbandes und betreut den ÖSV-Speed-Nachwuchs. Diese Tätigkeiten geben ihm eine neue Perspektive: "Das ist interessant und bereitet mir grossen Spass und Freude."

Die Gründe für seinen Abschied vom aktiven Sport waren vielschichtig: "Ich war zehn Jahre im Weltcup unterwegs und müde, ausgelaugt vom Skisport und allem rundherum. Ich wollte was Neues entdecken." Mayers sportliche Erfolge bleiben beeindruckend. Mit drei Goldmedaillen bei drei aufeinanderfolgenden Olympischen Spielen und insgesamt 45 Podestplätzen im Weltcup hat er sich in die Geschichtsbücher des österreichischen Skisports eingetragen.

Trotz dieser Erfolge und seiner jüngsten Erfahrungen als Vorläufer bei der Heim-WM 2025 in Saalbach schliesst Mayer ein Comeback im Rennsport aus. Die Bewältigung seiner mentalen Probleme sieht Mayer als Teil eines grösseren Lernprozesses: "Jede neue Erfahrung kann eine grosse Herausforderung sein, aber das ist das Schöne daran." Er betont die Wichtigkeit, im Leben weiterzumachen und Probleme zu meistern.